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Baum des Jahres Standfest und prächtig goldgelb - Lärche ist Baum des Jahres

Von Ingrid Beucke-Adler

Vor dem Hintergrund des harmonisch gestalteten Waldgartens begrüßt der leuchtend gefärbte Lärchenbogen die Besucher des Reiterhofs Sudowe in Rulle.Vor dem Hintergrund des harmonisch gestalteten Waldgartens begrüßt der leuchtend gefärbte Lärchenbogen die Besucher des Reiterhofs Sudowe in Rulle.

Seit 1989 stellt die „Baum-des-Jahres-Stiftung“ in jedem Jahr eine einheimische Baumart in den Mittelpunkt. In diesem Jahr ist es die Europäische Lärche (Larix decidua).

Hochgebirge bis in Höhen von 2500 Metern ist die Heimat dieses standfesten, bis minus 40 Grad frostharten Baumes. Lärchen sind windresistent und wärmeverträglich. In den Alpen gibt es Baumveteranen, die in ihrem mehr als tausendjährigen Leben vielen Witterungsunbilden getrotzt haben.

Außer ihrem großen Lichtbedürfnis hat die Europäische Lärche keine besonderen Ansprüche und gilt als Pionierbaum, sie verträgt Einschüttung durch Steine und Lockermaterial bei Lawinenabgängen.

Wegen seines Harzreichtums ist das Lärchenholz sehr dauerhaft, sodass es im Außen- und Innenbereich ohne weitere Imprägnierung verwendet werden kann. Zudem hat das schwere und harte Lärchenholz eine sehr ansprechende warme Farbe.

Auch für größere Gärten ist die Lärche mit ihrem frischgrünen, duftenden Nadelaustrieb und der prächtigen goldgelben Herbstfärbung ein Gewinn. Gegen Luftverschmutzung ist die Lärche recht tolerant – wohl auch deshalb, weil sie als einziger europäischer Nadelbaum die Nadeln mit den aufgenommenen Schadstoffen im Spätherbst abwirft.

Eine englische Untersuchung attestiert dem Baum die Fähigkeit, die Luftqualität in den Städten zu verbessern und empfiehlt die Anpflanzung an Orten mit hoher Luftverschmutzung. Für kleinere Gärten ist die langsam wachsende Japanische Hängelärche (Larix kaempferi „Pendula“) zu empfehlen, die zu einem malerischen Kleinbaum heranwächst, der auch Schnitt gut verträgt.