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Die Betten sind gemacht, die Patienten können kommen. Heute wird die neue Intensivstation in der Schüchtermann-Klinik offiziell eröffnet. Foto: Elvira PartonDie Betten sind gemacht, die Patienten können kommen. Heute wird die neue Intensivstation in der Schüchtermann-Klinik offiziell eröffnet. Foto: Elvira Parton

1973 als internistische Rehabilitationsklinik in Bad Rothenfelde gegründet, ist die Schüchtermann-Klinik heute das größte Herzzentrum in Niedersachsen und eines der modernsten in Deutschland. Um diesem Anspruch auch künftig gerecht zu werden, investierte die Klinik gut 20 Milllionen Euro in eine neue Intensiv- und Intermediate-Care-Station (Übergang von Intensiv auf Normal). Heute wird der neue Gebäudetrakt durch Ministerpräsident Christian Wulff und Landrat Manfred Hugo seiner Be stimmung übergeben.

Ab 1977 spezialisierte sich die Schüchtermann-Klinik auf die Behandlung von Herzerkrankungen, 1984 wurde der erste Kathetereingriff vorgenommen, und 1993 begann der Einstieg in die Herzchirurgie, der mit einer erheblichen Erweiterung der räumlichen Kapazitäten verbunden war. Heute gibt es jährlich rund 3000 Operationen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, über 10000 Patienten werden jährlich stationär behandelt und gut 3500 ambulant. 365 Betten gibt es in der Klinik, 26 davon in der neuen Intensiv- und 25 in der Intermediate-Care-Station. Integriert darin wurde die bisherige Aufwachstation. Die frei werdenden Räume werden künftig als Normal- und Aufnahmestationen genutzt.

Von der Herzkatheter- und Gefäßdiagnostik über Kathetereingriffe am Herzen oder an Bein-, Nieren- und Hirnarterien bis zur Herzchirurgie reicht das Behandlungsspektrum der Schüchtermann-Klinik. Als überregionales Notfallzentrum ist sie für über 2,5 Millionen Einwohner in der Region zuständig und damit Tag und Nacht auf die Zuweisung von Notfällen eingestellt. „Diese hohe Verantwortung möchten wir mit den neuen Stationen unterstreichen. Wir müssen jederzeit aufnahmebereit sein und können dies durch die Erweiterung und Modernisierung der Intensivpflegekapazität sicherstellen“, sagt Michael Böckelmann, Geschäftsführer der Schüchtermann-Klinik.

Dafür wird es bald auch einen neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem künftigen Parkhaus geben, für das gerade die Fundamente erstellt wurden. Über eine Brücke können die Patienten dann direkt in den OP-Bereich gebracht werden. Bereits fertig ist die neue Anfahrt für Krankenwagen mit Liegendtransporten. Über eine überdachte Rampe gelangen so die Patienten direkt in den Aufnahmebereich.

Die Erhöhung der Kapazität ist nötig, weil eine steigende Zahl Patienten mit erforderlicher Sofortbehandlung bei akutem Herzinfarkt zu versorgen ist. Aber auch die Einführung zahlreicher neuer Techniken macht eine Erweiterung nötig. Bei der Planung der neuen Stationen wurde großer Wert auf eine freundliche Atmosphäre gelegt. Die großzügigen Zimmer haben alle einen Blick ins Grüne, und auch das gläserne Atrium, das für die Mobilisierung der Patienten vorgesehen ist, vermittelt ein wohnliches Flair, das sich positiv auf die Stimmung der Patienten auswirken soll.


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