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Der Bison ist kein Büffel

Richtig, der amerikanische Bisonjäger William F. Cody nannte sich Buffalo Bill. Und richtig: Amerikaner sprechen vom „Buffalo.“ Wer aber nicht das Opfer von Besserwissern – manche sprechen auch recht offen von Klugscheißern - werden will, sollte nicht den Fehler begehen, Büffel als Synonym für Bison zu benutzen. Denn Büffel und Bison gleichen sich zwar in vielerlei Hinsicht, das selbe bezeichnen die Worte aber trotzdem nicht.

Beide gehören zwar zur Familie der „Hornträger“ (die wiederum zur Unterordnung der „Wiederkäuer“ und zu Ordnung der „Paarhufer gehören – nur der Vollständigkeit halber), und darin zur Unterfamilie der „Waldböcke und Rinder“. Und beide gehören darin zur Gattungsgruppe der „Rinder“. Aber dann ist auch schon Schluss mit den zoologischen Gemeinsamkeiten: Der Bison bildet seine eigene Gattung, nämlich - richitg! - der „Bisons“.

Nur nebenbei: Das Spektrum der „Hornträger“ reicht vom Bison bis zur Ziege; Nashörner und Geweihträger gehören allerdings nicht dazu.

Aber zurück zum Thema: Zur Gattung der „Bisons“ gehören der - richtig- amerikanische Bisons und das Wisent. Alles, was sonst noch so gern als Büffel bezeichnet wird, gehört zur Gattung der „Asiatischen Büffel“ oder der „Eigentlichen Rinder“. Nur der afrikanische Büffel hat noch weitere Eigenheiten und bildet eine eigenständige Gattung.

Und worin unterscheiden sich nun die Bisons von den anderen Rinder-Gattungen? Keine Ahnung - fragen Sie doch einen der vielen Besserwisser. Und falls der es auch nicht weiß: Mit der Bezeichnung „Rindvieh“ oder „Hornochse“ sollten sie in diesem Fall richtig liegen – natürlich nur entwicklungsgeschichtlich betrachtet.

Also: Viel Spaß auf der nächsten Party, falls jemand dummerweise fragen sollte: „Hast du auch vom Büffel im Tennessee Mountain probiert?“


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