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Für ein Miteinander der Kulturen

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Am Freitag brachte Ilka Marlen Holtgrave mehrere Vertreter der deutschen und der ausländischen Bevölkerung von Bramsche an einem Tisch im "Café Forum" zusammen, um das Interesse an der "Bramscher Initiative zum Miteinander der Kulturen" (BIK) zu testen. Der Verein soll die Nachfolge des Ausländerbeirates antreten, der Anfang Mai aufgelöst wurde.

Die geplante Initiative soll sich für ein friedliches Zusammenleben und die freie Entfaltung von Menschen aus allen Kulturkreisen und Herkunftsgebieten einsetzen, die in Bramsche leben. Insbesondere ist die BIK der Aufgabe gewidmet, die Integration zugewanderter Bevölkerungsgruppen zu fördern und die Interessen von Nichtdeutschen, Aussiedlern, Eingebürgerten und Flüchtlingen zu vertreten.

Ilka Marlen Holtgrave betonte, dass die Initiative im Gegensatz zum ehemaligen Ausländerbeirat nicht nur Ausländer, sondern ebenso Deutsche ansprechen soll. Immerhin konnten zahlreiche Eingebürgerte auf Grund ihrer deutschen Staatsangehörigkeit nicht mehr im Ausländerbeirat mitarbeiten. Tatsächlich zeigte die Versammlung am Freitag, dass großes Interesse verschiedener Bevölkerungsgruppen besteht: Ausländer, Deutsche mit unterschiedlichster nationaler Abstammung sowie Vertreter von Bramscher Vereinen und Institutionen fanden zusammen und diskutierten lebhaft über die geplante Vereinssatzung der Initiative zum Miteinander der Kulturen.

Drei Schwerpunkte sollen die zukünftige Arbeit des Vereins bestimmen: Ein jährliches "Multi-Kulti-Familienfest", wie es der Ausländerbeirat bislang veranstaltete, soll das Kennenlernen und das Miteinander der unterschiedlichen Gruppen erleichtern. Ebenso sollen Informationsveranstaltungen und Referate Hilfestellung bieten. Eine weitere Aufgabe wird in der praktischen Hilfe in Form von Spendenaktionen bestehen. Zu diesem Zweck sind bereits mehrere Projekte angedacht. Der Frauengesprächskreis des Ausländerbeirates wird weiter bestehen und plant zum Beispiel ein "Multi-Kulti-Kochbuch". Ebenso ist ein Projekt zur Förderung von Patenschaften für Kinder aus zugewanderten Familien geplant. Die Kindergartenbroschüre soll neu aufgelegt werden.

Weitere Ziele sind Ausstellungen und Konzerte von zugewanderten Künstlern und die verstärkte Zusammenarbeit mit den Bramscher Vereinen und Verbänden bei interkulturellen Veranstaltungen. Erfreuliche Reaktionen auf die Initiative gab es bereits am Freitag, denn mehrere Teilnehmer der Versammlung sagten ihre Mitarbeit zu. Die Gründungsveranstaltung ist geplant für den 18. Juni um 19 Uhr im "Café Forum".


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