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Ausgeschlafene Musik

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Verträumter Blick und Wuschelkopf: Diese Markenzeichen trägt Adam Green morgen in Münster zur Schau. Foto: ddpVerträumter Blick und Wuschelkopf: Diese Markenzeichen trägt Adam Green morgen in Münster zur Schau. Foto: ddp

tw Münster. Adam Green aus New York wird vor allem in Deutschland wegen seines „Anti-Folks“ geschätzt. In der „Harald Schmidt Show“ und bei „TV Total“ stellte der stets schläfrig wirkende Sänger seine Musik vor. Morgen steht er im Gleis 22 in Münster auf der Bühne.

Dem Gleis 22 ist ein Coup gelungen. Adam Green spielt sonst nur in Aschaffenburg eine intime Club-Show, bevor er die großen Festivals in Europa mit seiner Anwesenheit beehrt.

Adam Greens Album „Gemstones“ schlug in Deutschland ein wie eine Bombe. Auch die Nachfolger „Friends of mine“ und „Jacket full of Danger“ erstürmten die hiesigen Charts. Dabei ist der 29-jährige New Yorker alles andere als ein Posterboy. Seine Musik erinnert an die frühen Phasen von Velvet Underground, Lou Reed oder Leonard Cohen. Sie ist in gewisser Hinsicht skurril und sprüht vor Einfällen.

In seinem neuen Album „Minor Love“ hat Green den Eskapaden der letzten Alben abgeschworen, wo er mit Folk, Swing, Indie-Rock und Honky Tonk experimentierte. Kritiker bezeichneten „Minor Love“ als sein bisher reifstes Werk. Dabei hatte der Urenkel von Franz Kafkas Verlobter Felice Bauer nur Liebeskummer. Die melancholisch gefärbte Musik besticht durch ihre Einfachheit. Hier sind Schnickschnack und technische Sound-Spielereien fehl am Platz. Allein die Musik steht im Mittelpunkt.

Die Qualität seiner Songs bleibt der breiten Öffentlichkeit zwar eher verborgen. „Minor Love“ hielt sich nur zwei Wochen in den Charts. Adam Green ist aber stets der Alte, wenn er neue Ideen ans Tageslicht bringt.

Adam Green, Gleis 22, Münster, Mi., 7. 7., 21 Uhr, Eintritt: 19 Euro, Tel. 0251/492-5858


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