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Kabinett beschließt strategisches Konzept Neue Partnerschaft mit Lateinamerika gesucht

Von dpa

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dpa Berlin. Deutschland will den Beziehungen zu Lateinamerika neuen Schwung geben. Dazu beschloss das Bundeskabinett gestern in Berlin ein neues Regierungskonzept für den gesamten südamerikanischen Kontinent sowie die Karibik. Mit den geänderten Leitlinien soll auf das wachsende wirtschaftliche und politische Gewicht von Ländern wie Brasilien oder Mexiko eingegangen werden. In Brasilien finden 2014 und 2016 auch die nächste Fußball-WM sowie Olympische Sommerspiele statt. Das Konzept war in den vergangenen Monaten vom Auswärtigen Amt ausgearbeitet und dann von den anderen Ressorts abgesegnet worden.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnete die Entwicklung des südamerikanischen Kontinents als „eine einzige Erfolgsgeschichte“. „Wir sollten klug genug sein, dabei zu sein, in unserem beiderseitigen Interesse.“ Westerwelle hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt Südamerika besucht.

Das bisherige Lateinamerika-Konzept der Bundesregierung stammte von 1995. Seither haben viele Staaten aus der Region international stark an Bedeutung gewonnen und werden von anderen Ländern umworben.

Das neue Konzept soll auch dabei helfen, gegen Konkurrenz aus China oder anderen großen Industrienationen wie den USA besser standzuhalten. Insgesamt gibt es in der Region 33 unabhängige Länder mit mehr als einer halben Milliarde Einwohnern.Für die deutsche Wirtschaft sei Lateinamerika nicht nur wichtiger Produktionsstandort, sondern auch „stetig wachsender Absatzmarkt“. Als eines der größten Probleme des Kontinents bezeichnete Westerwelle die Drogenkriminalität.


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