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Mehr Kontakt unter Gemeinschaften

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Am Sonntag lud die Bramscher Initiative zum Miteinander der Kulturen (BIKU) zu einem türkischen Kulturfrühstück ins Bürgerhaus nach Pente ein. In geselliger Runde blickte man gemeinsam auf das fast abgelaufene Jahr zurück und wagte einen Ausblick auf 2006.

Nachdem der Kaminabend im Heimathaus Achmer im Januar unter amerikanischem Motto gestanden hatte, stand das Kulturfrühstück am Sonntag ganz im Zeichen türkischen Einflusses. Angeboten wurde ein türkisches Frühstücksbuffet mit einer reichhaltigen Auswahl kalter und warmer Spezialitäten wie etwa dem Gözleme, einer gefüllten Teigköstlichkeit, die eigens zum Kulturfrühstück an Ort und Stelle frisch zubereitet wurde. Natürlich durfte der schwarze Tee zum Frühstück nicht fehlen, denn entgegen landläufiger Meinung in Deutschland wird in der Türkei nicht etwa Kaffee zum Frühstück getrunken, sondern Tee.

Begleitet wurde das Frühstück von einem kulturellen Rahmenprogramm. Den Anfang machte Ismail Türker mit seiner Saz-Gruppe "Yanyana", was übersetzt "Saite an Saite" bedeutet. Die Gruppe spielte auf der Baglamar, der dreisaitigen türkischen Gitarre, landestypische folkloristische Musik. Türker ist Musiklehrer am Osnabrücker Konservatorium und unterrichtet seit einigen Jahren Jugendliche der Bramscher moslemischen Gemeinde in der Baglamar.

Abgerundet wurde das Programm durch D's Dance Club aus Bramsche, die zu Hip-Hop-Musik choreografische Tanzaufführungen darboten, und mit Folk-Musik von Michel Diderich an der Gitarre und Ann-Katrin Specht an der Querflöte.

"Schön war in diesem Jahr, dass wir alle mehr Kontakt zueinander gefunden haben, nicht nur innerhalb des Vereins, sondern beispielsweise auch mit der türkischen Gemeinde in Bramsche", betonte die Erste Vorsitzende des BIKU, Annette Specht. "Wir möchten aber nicht nur eigene Feste feiern, sondern die Gemeinschaften vor Ort auch organisatorisch begleiten, um ihnen dazu zu verhelfen, selbst ihre Feiern zu gestalten und dabei auch in Verwaltungsfragen zu helfen", so Specht. "Diese Hilfestellung wollen wir auch im nächsten Jahr fortführen", berichtet Specht.

Im nächsten Jahr gibt es aller Voraussicht nach ein russisches Kulturfrühstück.


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