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Entspannung am russischen Brandherd

Von dpa

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Moskau. Nach der Entspannung bei den schweren Waldbränden in Russland hat Präsident Dmitri Medwedew in drei von noch vier Regionen den Ausnahmezustand aufgehoben. Die Lage im Gebiet Rjasan südöstlich der Hauptstadt bleibe aber gespannt, teilte der Kreml- Pressedienst nach Angaben der Agentur Interfax gestern mit. In den Gebieten Moskau und Nischni Nowgorod sowie in der Teilrepublik Mordwinien hatten Einsatzkräfte die Feuersbrunst zuletzt eingedämmt. In Moskau stürzten die Temperaturen bei Sprühregen auf etwa 15 Grad Celsius. Hier hatte das Thermometer wochenlang mehr als 35 Grad angezeigt und giftiger Rauch von Torfbränden den Bewohnern zugesetzt.

„Die Situation normalisiert sich landesweit wieder“, sagte Medwedew gestern. In der Region Nischni Nowgorod etwa 400 Kilometer östlich von Moskau sank die Sorge um das atomare Forschungszentrum Sarow. Zivilschutzminister Sergej Schoigu hatte diedortige Lage als „schwierigste Situation“ während der verheerenden Waldbrände bezeichnet. Schoigu hatte am Vortag bei Medwedew beantragt, die Einschränkungen in den drei Regionen aufzuheben. Wegen der schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte hatte der Präsident am 2. August in sieben Gebieten den Ausnahmezustand angeordnet.

Ein Großteil der Rettungskräfte bleibt vorerst in den Regionen, um ein Wiederaufflammen der Brände zu verhindern und Aufräumarbeiten zu beschleunigen, sagte Medwedew. Die zwei Monate andauernde Gluthitze hatte auch einen Großteil derrussischen Getreideernte vernichtet.


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