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Bürger fühlen sich in der City sicher

Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in der Lingener Innenstadt sicher. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

Henning Backsmann, 18-jähriger Schüler aus Bawinkel, verwies darauf, dass er häufiger nachmittags in der City sei und seltener abends. "Ich habe keinen Grund, mich hier unsicher zu fühlen, und wenn, dann ist die Polizei ja auch noch da."

Eine unzureichende Polizeipräsenz bemängelte hingegen Uhrmachermeister Christoph Böckmann. Gerade mit Blick auf die kommende Vorweihnachtszeit wünsche er sich mehr Streifen. "Dies wäre eine präventive Maßnahme, die am meisten brächte", meinte der 42-Jährige. Falls die Polizei wegen Sparzwangs nicht genügend Beamte in die Innenstadt schicken könne, werde an der falschen Ecke gespart, sagte Böckmann.

Wünschenswert wäre auch, dass sich die Stadt um die Ausleuchtung dunkler Bereiche kümmern würde, die den Verantwortlichen im Rathaus bekannt seien. Als kritische Bereiche in puncto Sicherheit nannte der Kaufmann den Bahnhofsvorplatz, den Parkhügel sowie den Bereich des Jugendzentrums "Alter Schlachthof" nach Konzerten. Abwarten müsse man, ob die Unterführung zur Querung der Bahn nach Fertigstellung tatsächlich ausreichend beleuchtet sei. Ihm sei eine Frau bekannt, die ab 20 Uhr nicht mehr in die Fußgängerzone gehe.

Trotzdem glaubt Böckmann, "dass wir in Lingen auf jeden Fall in einer sicheren Stadt wohnen." Er ärgert sich allerdings darüber, dass viele Radfahrer trotz Verbots tagsüber unbehelligt durch die Fußgängerzone fahren können.

"Hier in der Stadt fühle ich mich sicher, auch abends", sagte die 77-jährige Rose Greis. Anderenorts in der Stadt würde sie aber nicht mehr so einsam gehen, erklärte Frau Greis.

"Nichts Nachteiliges" in Sachen Sicherheit in der Lingener Innenstadt konnte Ruth Schliem, 40-jährige Verkäuferin aus Handrup, feststellen. Sie kaufe vielmehr gerne in Lingen ein, weil es in der Innenstadt ein komplettes Warenangebot gebe.

"Überhaupt keine Bedenken", in die City zu gehen, hat Monika Ruping, 45-jährige Hausfrau aus Lingen. Bedenken habe sie machmal allerdings, wenn ihre Töchter im Alter von 15, 21 und 23 Jahren abends in Lingen ausgingen. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Bildung von Cliquen, von denen man nichts Gutes höre.

Auch Henning Köker, 64-jähriger pensionierter Justizbeamter, fühlt sich "an und für sich" in Lingen sicher. "Nach den Überfällen im letzten und vorletzten Jahr auf dem Lingener Marktplatz hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Sicherheit nicht gegeben war."

Nijole Licher, 25-jährige ausgebildete zahnmedizinische Fachangestellte aus Holthausen-Biene, fühlt sich in Lingen "echt wohl". Hier sei immer was los - auch abends. Angst habe sie überhaupt nicht, zumal in der Stadt überall Licht sei. Ein mulmiges Gefühl habe sie hingegen, wenn sie abends in Holthausen-Biene unterwegs sei, weil man dort nur wenig Leute antreffe.

Uwe Telgen, 51-jähriger Kaufmann, würde zu jeder Tag- und Nachtzeit in die Lingener Innenstadt gehen. "Ich habe natürlich auch schon Gruppen beobachtet, die - aber mit Unsicherheit hat das nichts tun - mir nicht gefielen."


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