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Kampagne für inhaftierte Journalisten

Von dpa

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Berlin. Mit einer Anzeigenkampagne setzen sich Verleger- und Journalistenverbände für die sofortige Freilassung der beiden im Iran inhaftierten deutschen Reporter ein. Zum Auftakt an diesem Sonntag sollen Anzeigen unter anderem in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, „Bild am Sonntag“ und „Welt am Sonntag“ erscheinen, wie die Initiatoren gestern in Berlin mitteilten. Für die nächsten Wochen hätten sich weitere Verlage bereit erklärt, kostenfrei Anzeigen zu veröffentlichen. Dazu gehören „Der Spiegel“, „Focus“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Süddeutsche Zeitung“, „Stern“, „Wirtschaftswoche“, „Die Welt“, „Die Zeit“ und „Bild“-Zeitung.

Die Initiative des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger und des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger wird vom Deutschen Journalisten-Verband, der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union sowie von Reporter ohne Grenzen unterstützt. Auch internationale Verbände haben sich der Aktion angeschlossen.

In dem Appell an die iranische Regierung heißt es unter anderem, „Wahrheitssuche ist kein Verbrechen. Journalistische Neugier ist die Grundlage der Pressefreiheit. Pressefreiheit ist der Gradmesser der Freiheit“. Die zwei Reporter der „Bild am Sonntag“ waren am 10. Oktober 2010 in der Provinzhauptstadt Täbris beim Versuch verhaftet worden, den Sohn und den Anwalt von Sakineh Mohammadi-Aschtiani zu interviewen. Ihnen wird ein Verstoß gegen Visumbestimmungen vorgeworfen.Mohammadi-Aschtiani sollte zunächst wegen Ehebruchs gesteinigt werden; nun könnte sie wegen Beihilfe zur Ermordung ihres Ehemannes zum Tode durch den Strang verurteilt werden.


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