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Minister zeichnete Melle aus Die Bachperle krönt die Arbeit vieler

Von Christoph Franken


Hannover. Während einer feierlichen Preisverleihung erhielten Naturschützer aus Melle am Dienstag in Hannover den begehrten Landespreis „Niedersächsische Bachperle 2010“ aus der Hand von Umweltminister Hans-Heinrich Sander.

Damit würdigten Fachleute des Ministeriums und kommunaler Spitzenverbände die Leistungen von haupt- und ehrenamtlichen Naturschützern in Melle beim Else-Renaturierungsprojekt „Die Else braucht ein neues Kleid“ mit dem 1. Platz im Landeswettbewerb. 44 Projekte hatten sich beworben, elf kamen in die engere Wahl, und acht wurden nach Hannover eingeladen. Aber nur die Meller Delegation mit Bürgermeister André Berghegger an der Spitze wurden mit der Bachperle ausgezeichnet. Außerdem mit dabei: die Umweltbeauftragte Josefa Schmitz und ihre Mitarbeiterin Britta Itzek, Kreisjägermeister Fritz Mithöfer und als Vertreterin der ausgebildeten Naturführerinnen Irmgard Rösner.

Sander, der sich während der vierjährigen Laufzeit des Else-Projektes bereits in Melle darüber hatte informieren lassen, lobte gleich im ersten Satz seiner Rede den Grönegau als „faszinierende Region“ und begrüßte Berghegger besonders herzlich. Der FDP-Minister verwies auf die neue Wasserrahmenrichtlinie der EU. „Die Menschen wollen deren Ziele schneller umsetzen, als wir das können, aber das spricht für die Akzeptanz vor Ort.“ Melle habe beispielhaft gezeigt, dass Umweltschutz nur mit den Bürgern realisiert werden könne. „Außerdem wird es billiger, wenn Menschen ehrenamtlich mit anfassen.“ Sander betonte, Naturschutz dürfe nicht als „Gängelei“ daherkommen, denn dann werde meistens nur versucht, eine Ideologie durchzusetzen. „Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Kulturlandschaft.“

Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, die die Trägerschaft des Wettbewerbs übernommen hatten, würdigte Frank Klingebiel nicht nur die gelungene Renaturierung der Else und die Ausbildung von rund 30 Naturführern. „Sie haben mit dem Titel ‚Die Else braucht ein neues Kleid‘ den Fluss aus der Anonymität herausgehoben und ihn zu einem von uns gemacht, das verbindet Bürger und Else dauerhaft.“

Jury-Sprecher Manuel Wehr stellte anschließend alle acht Projekte im Detail vor und schloss hoffnungsvoll mit den Worten: „Dieser Wettbewerb hat uns allen Mut gemacht.“