zuletzt aktualisiert vor

Kettenkamp: Hermann Wennemann bleibt Bürgermeister

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mit teils gleichlautenden Erklärungen hatten die beiden Fraktionsvorsitzenden Christoph Stegemann (CDU) und Werner Lager (SPD) die Kandidatenfrage beantwortet: Die Christdemokraten nominierten den bisherigen Amtsinhaber Wennemann erneut als Bürgermeister, während den Sozialdemokraten der Zugriff auf das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters gewährt werde, stellte Stegemann den Vorschlag seiner siebenköpfigen Fraktion vor.

Das sei auf ihren Seiten auf Zustimmung gestoßen, erwiderte Lager und ergänzte, dass die SPD auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten verzichten werde. Da geheime Abstimmung gewünscht wurde, ließ "Alterspräsident" und Wahlleiter Alois Behre (CDU) eine leere Kaffeedose herumreichen, in die die Mitglieder ihre Stimmzettel steckten. Keine 15 Minuten nach Sitzungsbeginn gab er das Ergebnis der Auszählung bekannt: Wennemann erhielt sechs Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung. Erleichtert nahm der alte und neue Amtsinhaber die Glückwünsche entgegen, bevor er offiziell den Amtseid ablegte. Ebenfalls mit sechs Ja-Stimmen machte der neue Rat Werner Lager zum Stellvertreter des Bürgermeisters. Drei Mandatsträger stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich ihrer Stimme. "Damit beschreitet die Gemeinde einen neuen Weg. Heute haben wir die Grundlage für die Zusammerarbeit der beiden im Rat vertretenden Kräfte gelegt", bewertete er den Verlauf der Wahlen. Trotzdem wünschte er sich eine kritisch-konstruktive Zusammenarbeit in der kommenden Zeit.

Einer Meinung waren beide Fraktionen bei der Anzahl der Fachauschüsse. Auch an einer Kettenkamper Besonderheit hält der Rat fest, nach wie vor verzichtet er auf die Bildung eines Verwaltungsausschusses. Statt dessen sollen fünf Ausschüsse mit jeweils fünf Mitgliedern regelmäßig tagen und Beschlussvorschläge vorbereiten. Diese Regelung habe sich in der Vergangenheit bewährt, jeder Mandatsinhaber habe somit die Möglichkeit, sich bei allen anstehenden Fragen einzubringen, so die Fraktionsvorsitzenden Stegemann und Lager. In zwei Ausschüssen hat die SPD den Vorsitz inne, in den drei übrigen die CDU.

In einer ersten Erklärung skizzierte Bürgermeister Hermann Wennemann in der gut einstündigen Sitzung einige Punkte, die demnächst auf der Tagesordnung stünden. So will die Gemeinde den dringend erforderlichen Neubau einer Sporthalle erneut auf Samtgemeindeebene zur Sprache bringen. Der Ausbau des Gewerbegebietes müsse ebenfalls ins Auge gefasst werden, um die Zahl der Arbeitsplätze zu erhöhen. Weiteres Bauland müsse "so günstig wie möglich" erschlossen werden, auch die Flurneuordnung werde den neuen Rat beschäftigen wie der Ausbau des Tourismus.

Lobend erwähnte Wennemann die ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde: Auf ihr Engagement könne Kettenkamp auch künftig nicht verzichten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN