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Landesliga: Eindrucksvoller 3:0-Sieg gegen den SSV Jeddeloh Der SCM ist wieder da

Von Heike Dierks

Rettung in höchster Not: Jeddelohs Torwart Ralf Potthoff klärt im Landesligaspitzenspiel vor Melles einschussbereitem Stürmer Artur Felkle (in Rot). Foto: Heike DierksRettung in höchster Not: Jeddelohs Torwart Ralf Potthoff klärt im Landesligaspitzenspiel vor Melles einschussbereitem Stürmer Artur Felkle (in Rot). Foto: Heike Dierks

Melle. Nach zwei Niederlagen in Pokal und Meisterschaft hat sich der SC Melle mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg im Landesligaspitzenspiel gegen den SSV Jeddeloh eindrucksvoll zurückgemeldet.

Die 350 Zuschauer sahen am frühen Samstagabend auf dem sonnenüberfluteten Carl-Starcke-Platz ein flottes Spiel. Die Grönegauer erarbeiteten sich dank einer sehr disziplinierten Defensivleistung nach einer halben Stunde eine Überlegenheit, die sich im zweiten Durchgang auch durch geschickte Einwechslungen noch verstärkte.

Coach Farhat Dahech feierte den „Dreier“, durch den der SCM auf Rang zwei kletterte, in der anschließenden Pressekonferenz als Sieg der ganzen Mannschaft. „Heute hat das Team eine andere Mentalität als in Pewsum gezeigt, wir haben die beiden Niederlagen jetzt verkraftet. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit waren wir in der zweiten Hälfte auch weiter am Drücker, als der Gegner eine hohe Fehlpassquote hatte. Die Spieler von der Bank haben heute die Differenz gemacht. Der Sieg gehört zu 75 Prozent ihnen.“

Jeddelohs Kotrainer Marc Bury zollte dem Gegner Respekt: „Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir hatten kein Durchschlagsvermögen in der Spitze.“ In der Tat entwickelten die hoch gehandelten Gäste über die gesamten 90 Minuten keine einzige nennenswerte Torchance. Das war auch ein Verdienst der konzentrierten Melleraner Defensive, die dicht an den Gegenspielern stand, die Bälle früh abfing und Jeddeloh nicht zur Entfaltung kommen ließ. Die Gäste wirkten ideenlos und versuchten es mit langen Bällen, die meistens nicht ankamen.

Nach einem abtastenden Beginn entwickelten die Platzherren ihre ersten Angriffe über die starke rechte Seite mit Christian Mäscher. Eine seiner scharf in den Strafraum gezogenen Flanken wurde in der 9. Minute ins Toraus geklärt. Die Ecke brachte ein Gestochere im Strafraum, Jeddeloh bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Markus Aulbert wurde zum Nutznießer der Situation, er schob aus acht Metern zum umjubelten 1:0 ein (10.). Gegen Ende der ersten Halbzeit häuften sich die Möglichkeiten für die Gastgeber. Nach Pass von Haidar Noureddine hatte sich Mäscher den Ball an Gästetorwart Ralf Potthoff bereits vorbeigelegt, doch der schnappte dem Stürmer im letzten Moment doch noch das Leder vom Stiefel (27.).

Nach dem Seitenwechsel zelebrierte Melle einen Sturmlauf. Die Gäste waren von der Rolle und luden die Platzherren durch krasse individuelle Fehler in der Abwehr förmlich dazu ein, auf Torejagd zu gehen. Der SCM ließ sich nicht lange bitten. Die Angriffe rollten fast im Minutentakt, doch fehlte zunächst die finale Präzision: Nach schöner Vorarbeit von Mäscher über links schoss der in der Mitte lauernde Noureddine den Torwart ab (56.); eine Minute später spielte Noureddine Sturmpartner Felkle frei, doch der vertändelte. Dies war die Phase, in der viele Zuschauer ein dummes 1:1 fürchteten, das dem Spielverlauf nicht gerecht geworden wäre. Doch es kam anders.

Dahech wechselte dreimal aus und brachte neuen Schwung in die Offensive. Mit einer seiner ersten Aktionen schickte der leicht angeschlagene und daher bis dato geschonte Fatmir Dusinovic den ebenfalls eingewechselten Artöm Pfannenstiel mit einem gefühlvollen Pass zwischen zwei Kontrahenten hindurch Richtung Tor. Der umkurvte zunächst ein, zwei Gegenspieler und schloss dann überlegt zum 2:0 ab (75.). Die Zuschauer klopften begeistert auf die Bande. Die Zugabe: Nach tollem Zusammenspiel von Pfannenstiel und Danny Enthof vollendete Dusinovic eiskalt zum 3:0 (90.).