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Fachausschuss berät über Antrag für Neuenkirchen-Vörden Ganztagsschule ab 2012?

Von Bernhard Tripp

pp Neuenkirchen i. o. Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden möchte spätestens zum Schuljahr 2012 eine Ganztagsschule einrichten. In seiner nächsten Sitzung, die am Donnerstag, 2. Dezember, um 17 Uhr in der Grundschule Vörden beginnt, befasst sich der Schulausschuss mit dem Vorschlag der Verwaltung; die beiden Grundschulen sollen nach den Weihnachtsferien den Bedarf ermitteln.

Wie Bürgermeister Alfons Wieschmann bereits in der letzten Ratssitzung empfohlen hat, sollte die Gemeinde grundsätzlich bereit sein, eine Ganztagsbetreuung einzurichten und in eigener Regie zu führen. Vorausgegangen war eine lebhafte Diskussion in den Schulgremien beider Ortsteile.

In seinen grundsätzlichen Ausführungen begründet der Entwurf die Einführung der Ganztagsbetreuung damit, dass zum einen den Eltern eine Berufstätigkeit ermöglicht wird. Zum anderen gehe es darum, die Möglichkeiten der Betreuung von Kindern zu verbessern, die unbedingt gefördert werden müssen. Denn das sei wichtig, dass die Kinder in den Stunden nach dem Mittagessen nicht nur beaufsichtigt und verwahrt werden, sondern eine qualifizierte Betreuung erfolgt.

Unter Bezugnahme auf das Gesetz sieht die Vorlage auch in Neuenkirchen-Vörden eine offene Ganztagsschule mit Nachmittagsangebot von Montag bis Donnerstag vor. Probleme sieht die Verwaltung hinsichtlich der Planbarkeit, da es den Eltern freigestellt ist, ihren Sprössling auch anzumelden.

Der Entwurf geht auch auf die Kosten ein. Es wird eine laufende Belastung von 50000 Euro pro Jahr und Schule erwartet. Mittelfristig fielen auch Investitionen für eine Mensa mit Essensausgabe an. Auch die Schülerbeförderung in die Bauerschaften koste Geld. Zudem hat der Schulträger die Kosten für die Ganztagsbetreuung zu tragen; das Land stellt nämlich kaum weitere Lehrerstunden zur Verfügung und beteiligt sich auch nicht an zusätzlichen Lehr- und Lernmaterialien.

Unterm Strich begrüßt die Verwaltung die Einführung der Ganztagsbetreuung. Der Bedarf an umfangreichen Betreuungs- und Fördermöglichkeiten resultiere aus gesellschaftspolitischen Veränderungen, die aber erfahrungsgemäß in einer Gemeinde nur gering zu steuern und zu beeinflussen seien.