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Di Carli will über Debrecen nach London – Fährmann mit Kreisrekord Sophie Buß holt DM-Silber

Von Klaus Hüsing

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sng Berlin. Der Montag als ungewöhnlicher letzter Tag der 124. deutschen Schwimmmeisterschaften in Berlin war für die emsländischen Schwimmer ein besonderer Tag. Für einen gelungenen Abschluss der für Marco di Carli eher wechselhaften Titelkämpfe sorgte die 15-jährige Sophie Buß vom TV Meppen.

Das zurzeit wohl größte Talent im Kreis mauserte sich nach ihrem offenen norddeutschen Erfolg vor zwei Wochen in Braunschweig nun auch zu einer möglichen Perspektive für Bundestrainer Achim Jedamsky. Sophie steigerte erneut ihre Bestzeit und erkämpfte sich in 33,40 Sekunden die Silbermedaille über 50 Meter Brust ihres Jahrgangs. Dabei verpasste sie als jüngerer Jahrgang bei den Junioren-Europameisterschaften die JEM-Norm nur um zwei Zehntel. Nur das herausragende DSV-Supertalent Margarete Hummel (Charlottenburger Damen SV Nixe) war mit starken 31,91 Sekunden schneller und schwamm sich sogar in der offenen Meisterschaft aufs Treppchen. Am Sonntag belegte die Schülerin des Windthorst-Gymnasiums mit starker Bestmarke (1:14,56 Min.) den sechsten Platz ebenfalls im JEM-Finale. „Das Trainingslager in der Türkei hat’s voll gebracht“,, war Sophie noch lange nach der Siegerehrung aus dem Häuschen. Auch für die gleichaltrige Franziska Lünswilken vom SV Sigiltra Sögel war Berlin eine Reise wert. Sie schloss den gleichen Wettkampf bei ihren ersten „Deutschen“ mit guter Zeit und Platzierung ab. Vereinskollegin Julia Klumpe landete über 50 Meter Freistil auf Rang 14.

Di Carli reiste am Tag nach seinem wegen Magenproblemen verkorksten 100-Meter-Freistil-Finale schon wieder guten Mutes in seine Wahlheimat nach Frankfurt. Nur eine Woche bleibt ihm, um sich auszukurieren und noch Feinschliff an die Form für die Europameisterschaft im ungarischen Debrecen nahe der rumänischen Grenze zu legen. „Das ist nur die Durchgangsstation nach London“, gab sich der Sögeler schon optimistisch, die Olympia-Norm für einen Einzelstart Ende nächster Woche zu schwimmen.

„Ich liebäugle mit der Sportkompanie Warendorf. Aber ob es reicht?“, meinte Jan Fährmann nach Abschluss seiner drei Rennen über alle Bruststrecken. Der 18-jährige Juniorenschwimmer aus Haselünne, der für den TV Meppen startet, will nach seinem Lehrabschluss als Chemielaborant bei der WTD 91 auch sportlich dem „Bund“ treu bleiben. Er will das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und sich schwimmsportlich weiterentwickeln. In der Bundeshauptstadt gab der im Emsland bei Weitem nicht austrainierte Brustspezialist seine Visitenkarte ab. Durch Verbesserung des 100-Meter-Brust-Kreisrekords um zwei Sekunden auf 1:05,84 Minuten und persönliche Bestzeit über 50 Meter Brust (30,26 Sekunden) demonstrierte der ambitionierte Schwimmer Potenzial und verpasste denkbar knapp das B-Finale, das von den Junioren bestritten wird.


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