zuletzt aktualisiert vor

Super-G: Erster deutsche Podestplatz seit 19 Jahren Keppler rast auf Platz drei

Von dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Stephan Keppler Foto: dpaStephan Keppler Foto: dpa

Gröden. Nach langer Durststrecke ist den deutschen Skirennfahrern im Super-G eine Riesen-Überraschung gelungen: 19 Jahre nach Markus Wasmeier fuhr Stephan Keppler als Zweiter in Gröden wieder auf das Podest.

Als Führender hatte der Skirennfahrer aus Ebingen mehr als eine halbe Stunde in die TV-Kameras gelächelt und ließ sich seine Stimmung auch von der späten Siegfahrt des Österreichers Michael Walchhofer nicht vermiesen. „Das war schon der Wahnsinn“, sagte der 27-Jährige am Freitag nach dem ersten Weltcup-Podestplatz eines deutschen Super-G-Rennfahrers seit Markus Wasmeiers Erfolg 1991. „Die Überraschung ist riesig. Damit hätte ich nie gerechnet.“

Mit der frühen Startnummer 7 war Keppler fast fehlerfrei zur Bestzeit gerast und sah bei aufziehendem Nebel und leichtem Schneefall einen Toppiloten nach dem anderen verzweifeln. „Das ist schon ein bisschen unheimlich, wenn man in der Leadersbox steht und wartet und wartet. Ich bin einfachnur gefahren wie immer – und auf einmal ging’s“, erzählte er von den bangen Minuten im dünnen Rennanzug im eiskalten Zielkessel der Saslong. „Das ist ein überragendes Ergebnis“, freute sich Alpin-Direktor Wolfgang Maier..

Am Morgen war Keppler noch mit Rückenschmerzen aufgewacht. „Ich konnte fast nicht mehr laufen“, erzählte er. Mit ein „paar Schmerzmitteln“ und einer Behandlung überstand er die Probleme und dankte neben seinem Physiotherapeuten auch dem Amerikaner Ted Ligety. Nur weil der Amerikaner seinen Start absagte, kam Keppler zu seiner guten Startnummer. „Ich glaube, da muss ich ihm ein Tragerl Bier ausgeben“, sagte der Ebinger, der bei der Pressekonferenz in einer Turnhalle sogar das Interesse der erfolgsverwöhnten österreichischen Journalisten auf sich zog. Dritter wurde Erik Guay aus Kanada.

Schon vor dem ersten Podestplatz hatte sich die Stimmung im kleinen deutschen Speed-Team durch den dritten Platz im Abfahrtstraining von Andreas Sander schlagartig gehoben. Der ehemalige Junioren-Weltmeister belegte vor dem Rennen in seiner Spezial-Disziplin am Samstag (12.15 Uhr/ARD und Eurosport) im Super-G den 38. Platz, Mannschaftskollege Tobias Stechert wurde 35.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN