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Die Krönung zweier Lebenswerke

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Bundesverdienstkreuz: Georg Majerski, Rotraud und Heinrich Baeumer, Reinhold Kassing, Christiane und Christian Salzmann und Hartmut Nümann (von links). Foto: Anke SchneiderBundesverdienstkreuz: Georg Majerski, Rotraud und Heinrich Baeumer, Reinhold Kassing, Christiane und Christian Salzmann und Hartmut Nümann (von links). Foto: Anke Schneider

Als „Pioniere der fundierten Umweltbildung“ bezeichnete Erster Kreisrat Dr. Reinhold Kassing die Gründer des Lernstandortes Noller Schlucht, Prof. Dr. Christian Salzmann und Heinrich Baeumer. Die beiden geistigen Väter des Bildungszentrums erhielten aus seinen Händen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

160 geladene Gäste waren zu dem feierlichen Staatsakt gekommen, darunter viele, die das Haus während seiner nun 25-jährigen Geschichte begleitet haben. Die Würdigung zweier Lebenswerke sei ein schöner Grund zusammenzukommen, sagte Bürgermeister Georg Majerski sichtbar stolz in seiner Begrüßung. Er dankte den beiden tragenden Säulen des Hauses, deren Werk mit der Verleihung gekrönt werde.

Kassing hob hervor, wie wichtig die Gründung des Lernstandortes Noller Schlucht für die Förderung des regionalen Lernens gewesen sei. Es habe sich durchgesetzt und die Entstehung weiterer Lernstandorte hervorgerufen.

Kassing nannte die beiden Gründer „geistige Zwillinge“, die die Idee hatten, Kindern und Jugendlichen Erfahrungen im Umweltbereich zu bieten. „Alle Menschen stehen in der Verantwortung für Natur und Umwelt“, sagte Kassing. „Sie beide haben uns gezeigt, dass wir die Herausforderung annehmen müssen.“

Mit dem Bundesverdienstkreuz wolle Bundespräsident Horst Köhler Danke sagen, vor allem für das herausragende ehrenamtliche Engagement, das über die berufliche Tätigkeit hinausgegangen sei, sagte Kassing: „Sie haben alle Voraussetzungen für diese Ehrung in hervorragender Weise erfüllt.“

Dr. Christian Salzmann nutzte seine Dankesworte, um die Anerkennung an die vielen Mitarbeiter und Gönner sowie an die Kooperationspartner des Lernstandortes weiterzugeben. Heinrich Baeumer hingegen nutzte seine Rede, um einen Blick auf die Persönlichkeit von Kindern zu werfen:

„Wir haben erfahren, dass junge Menschen zutiefst die Gelegenheit haben wollen zu zeigen, was sie sind und was sie können“, sagte er. Sie wollen sich einsetzen, wollen bewahren und haben eine besondere Liebe zu dem, was sie lebend umgibt. „Ein Weg des Bewahrens würde jeder Schule guttun“, sagte Baeumer.

Er stellte fest, dass die Visionen von gestern Schätze seien, die man hüten müsse, um sie an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. „Dazu muss man in einer Person zweierlei sein: ein Erwachsener und ein Kind.“


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