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Fluten spülen Hausgiebel fort Völlener harrt als Kind auf Dachboden aus

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Völlen. „Pleitje-Gerd“ hat den richtigen Riecher. „Heute Nacht kriegt ihr die Matratzen nass“, sagt der erfahrene Ems-Fischer Gerd Wolters, den alle nur „Pleitje-Gerd“ nennen, am Abend des 16. Februar 1962 zu Johann Hinrichs. Der damals 32-Jährige, der mit seiner Familie in einem Haus direkt am Emsdeich nahe der Papenburger Seeschleuse in Völlen lebt, mag es zunächst nicht glauben – obwohl Wasser und Deichkrone in diesen stürmischen Stunden schon eine Linie bilden. Hochwasser sind sie hier seinerzeit gewohnt. „Wir sind damit im Prinzip groß geworden“, erinnert sich Johann Hinrichs’ Sohn Bernd 50 Jahre nach der Sturmflut im Gespräch mit unserer Zeitung. Er ist zwölf, als etwas passiert, womit niemand rechnet. Der Deich bricht – und zwar genau vor dem Haus, in dem die Familie Hinrichs damals zusammen mit einer zweiten Familie zur Miete wohnt.

Johann Hinrichs sprintet nach Hause, die Flutwelle direkt auf den Fersen. „Alle aus den Betten, rauf auf den Dachboden“ – mit diesen Worten reißt der 32-Jährige Frauen und Kinder gegen Mitternacht aus dem Schlaf. In Windeseile raffen sie B

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