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Mit wenig Geld viel helfen

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Eine Waschaktion der Landjugend aus Schwagstorf erbrachte einen namhaften Betrag für hilfsbedürftige Menschen in Ghana. Fotos: Erika SchwietertEine Waschaktion der Landjugend aus Schwagstorf erbrachte einen namhaften Betrag für hilfsbedürftige Menschen in Ghana. Fotos: Erika Schwietert

Engagement ist gut. Vor allem dann, wenn es wirkt. Frauke Athmer aus Schwagstorf hat ein freiwilliges soziales Jahr im Norden von Ghana absolviert. Dort hat sie gemerkt, dass die Menschen Hilfe benötigen und dass mit wenig Geld viel möglich ist. Ihr Engagement hat sie nun in ihre Heimat getragen.

Wie ist Frauke Athmer überhaupt auf die Idee gekommen, in Ghana ein soziales Jahr zu leisten? Ganz einfach. Es ist noch nicht lange her, da besuchte sie das Gymnasium Leoninum in Handrup. Ein Lehrer aus Freren informierte dort unter anderem über die Arbeit von Pater Bernhard Hagen von den „Weißen Vätern“, einem katholischer Orden. Der Geistliche hat 25 Jahre in Ghana gewirkt und dabei mehrere Dörfer aufgebaut, Schulen und Kliniken gegründet. Der Pater ist jetzt zwar inzwischen in seine Heimat zurückgekehrt, aber noch immer engagiert er sich für Projekte in Ghana.

So kam es, dass Frauke Athmer schließlich selbst nach Ghana ging, um dort zu helfen. Auch sie ist inzwischen wieder in der Heimat. Aber ebenso wie der Pater will sie sich weiter für das Land und die Menschen dort engagieren. Besonders hat sie sich deshalb gefreut, dass die Landjugend am Wochenende mit den Einnahmen aus einer Autowaschaktion fünf Menschen hilft. „Ich habe mich riesig gefreut“, sagte Frauke Athmer. Unterstützt werden eine an Aids erkrankte sowie eine an Aids und Hepatitis B erkrankte Frau. Unterstützt wird auch das Waisenkind Abraham sowie ein schwangeres achtzehnjähriges Mädchen, das inzwischen entbunden hat. Sie musste die Schule unterbrechen und möchte gerne wieder weitermachen. Schließlich ist da noch eine 21-jährige Frau mit ihrem dreijährigen Kind, die gerne die Oberstufe ihrer Schule beenden möchte. Für diese Projekte werden im Monat 70 Euro benötigt. Für Europäer wenig Geld, für Menschen in Ghana die Zukunft.

Deshalb versucht Frauke Athmer überall Euros zusammenzubekommen. Auch mit dem Verkauf von Webstoffen aus Ghana, die Frauke Athmer mitgebracht hat. Die Stoffe sind bei ihr erhältlich. „Ich würde mich über eine weitere Unterstützung freuen“, betonte Frauke Athmer. „Ich habe in einer Gastfamilie gelebt, an die ich das Geld schicke. Die Frau verteilt es an die Leute und informiert uns über den Verwendungszweck. So ist sichergestellt, dass die Hilfe ankommt“, sagte Frauke Athmer.


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