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Kommentar: Mit dem Rücken zur der Wand

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Lengerich/Lienen. Wer bislang glaubte, dass FFH-Gebiete grundsätzlich unantastbar seien, könnte diesmal schmerzhaft eines Besseren belehrt werden. Dyckerhoff und Calcis haben in den vergangen Jahren alle Chancen genutzt, um sich trotz des FFH-Status der Gebiete die Möglichkeit auf weitere Abgrabung offen zu halten.

Der Verweis auf den Tatenhauser Wald bei Halle/Westfalen - die Autobahn wird um das FFH-Gebiet herumgeführt - oder die Donnerkuhle bei Hagen - Rheinkalk verzichtet zunächst darauf, den Steinbruch weiter in die FFH-Fläche zu treiben - mag beruhigen, in Sicherheit wiegen sollten sich die Gegnern des Kalkabbaus in Lienen und Lengerich aber nicht. Denn: Je großflächiger und unbürokratischer Gebiete unter Schutz gestellt werden - was gut ist - umso wichtiger wird es eben auch, dass dieser Schutz nicht zwangsläufig für immer und ewig in Stein - oder Kalk - gemeißelt ist. Für die Gegner eines weiteren Kalkabbaus ist es deshalb umso wichtiger, eine mögliche Entscheidung für den Abbau mit allen Mitteln anzufechten. Allein schon, damit am Ende nicht der Eindruck stehen bleibt: FFH? Ist doch egal!


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