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Aufsteiger spielt auswärts zweimal 2:2 Lohnes Pieper legt Oldenburgern Ball ins Nest

Von Dieter Kremer

Traf in beiden Partien: der frühere Biener Manuel Wittmoser (re.). Foto: LeißingTraf in beiden Partien: der frühere Biener Manuel Wittmoser (re.). Foto: Leißing

Oldenburg. Ostern in Oldenburg: Gleich zweimal mussten die Landesliga-Fußballer des SV Union Lohne in der Huntestadt antreten. Zweimal gegen Spitzenmannschaften der Liga. Und beide Male brachte die Mannschaft von Hardy Stricker Zähbares mit nach Hause. Sowohl gegen den VfL als auch gegen den VfB Oldenburg II spielte Lohne 2:2.

A-Jugend-Spieler Lucas Pieper dürfte heute Morgen mit einem breiten Grinsen aufgewacht sein. War er es doch, der am Ostermontag als Einwechselspieler in der Nachspielzeit den Ausgleich besorgte, als er den Ball aus der Drehung an den Pfosten und von dort ins Tor beförderte. Andre Jädtke hatte die Oldenburger in der 16. Minute in Führung geschossen. Das 1:1 besorgte Lohnes Manuel Wittmoser per Strafstoß (57.). Oldenburgs Torhüter hatte zuvor Foul gespielt, durfte aber zum Leidwesen der Lohner weiterspielen, obwohl er letzter Mann war. Als VfB-Akteur Nermin Becovic eine Viertelstunde vor dem Ende nach einem Konter zum 2:1 vollendete, schien das Spiel gelaufen. „Wir waren weg vom Fenster, haben aber Moral bewiesen“, lobte Stricker sein Team. Mit der Hereinnahme von Pieper bewies er ein glückliches Händchen. „Letztlich muss man froh sein, dass man noch einen Punkt holt. Aber es wäre mehr dringewesen“, so Stricker.

Bereits am Samstag hatte Lohne beim VfL Oldenburg ebenfalls ein 2:2 (1:1) ergattert. Mit einem sehenswerten Heber über Union-Torhüter Tim Meiners hinweg gelang Maik Spohler das 1:0 für den VfL (6.). Samir El-Faid hatte Spohler einen präzisen Steilpass aus der eigenen Hälfte in den Lauf serviert, wobei die Lohner eine klare Abseitsstellung des Torschützen gesehen hatten. Als Manuel Wittmoser nicht energisch vom VfL attackiert wurde, zog der ehemalige Biener ab und besorgte aus 25 Metern den 1:1-Pausenstand. Nach dem Wiederanpfiff brachte Lohnes erfolgreichster Torschütze, Klaus Lammers, den Aufsteiger sogar mit 1:2 in Führung. Allerdings währte die Freude der Lohner nicht lange, denn erneut Spohler rettete für den Meisterschaftsanwärter wenigstens einen Punkt.

Strickers Fazit: „Etwas Schöneres gibt es nicht. Meine Mannschaft hat zweimal innerhalb von wenigen Stunden eine tolle Leistung aus dem Hut gezaubert. Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht durch.“