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Zur Weltmeisterschaft nach Singapur

Lennard Ruschmeier (12), Paul Tegeler (10) und Malte Hillmann (12) fallen sich in die Arme. „Er ist die Rampe hochgefahren“, jubeln sie.

Die drei Jungen nennen sich die „SFZ-Probierer“ und haben sich bei den Robo-Cup German Open, die am vergangenen Wochenende in Magdeburg stattgefunden haben, als drittbestes Team Deutschlands für die Weltmeisterschaft in Singapur qualifiziert. Dass ihr Roboter eine Rampe hochgefahren ist, kann eine entscheidende Bedeutung für den Erfolg des Trios in Asien haben.

Lennard Ruschmeier von der Bertha-von-Suttner-Realschule, Paul Tegeler vom Carolinum und Malte Hillmann vom Gymnasium Oesede trainieren alle zwei Wochen im Schüler-Forschungs-Zentrum (SFZ) und in ihrer Freizeit mit dem Roboter. Der wird von ihnen anhand von Symbolen mit einem Computer programmiert, damit er sich in einem simulierten Erdbebengebiet bewegen kann. „Der Roboter hat zwei Sensoren, der Schwarz und Weiß erkennen kann“, erklärt Katja Cullmann, Leiterin des SFZ. Auf dem Parcours, der das Erdbebengebiet simuliert, sind schwarze Linien geklebt, die den Weg vorgeben, die der Roboter abfahren soll.

Neben zwei anderen Teams aus Damme und Königswinter treten die drei Osnabrücker Schüler nun im Wettbewerb „Robo-Cup Rescue Primary“ bei der Weltmeisterschaft in Singapur an, die dort vom 19. bis 26. Juni stattfindet. Für Katja Cullmann steht jedoch nicht nur der sportliche Erfolg im Mittelpunkt. „Die Jungs lernen Programmieren und Teamarbeit“, sagt sie. Zudem werde ihnen die Freude an der Technik vermittelt. „Und irgendwo muss ja der Ingenieur-Nachwuchs herkommen“, fügt sie an.

An ihre berufliche Zukunft verschwenden die drei Schüler im Moment wenig Gedanken. Sie haben die WM vor Augen. „Wir haben da mächtig Bock drauf“, sagen sie. Ihre Chancen schätzen sie bescheiden ein. „Kann sein, dass wir es schaffen. Das steht aber noch nicht fest“, sagt Lennard.

Perfekter letzter Lauf

Bei den German Open haben die drei bewiesen, dass sie eine echte Turnier-Mannschaft sind. Im ersten Lauf haben sie noch Minus-Punkte eingefahren. „Aber der letzte Lauf war perfekt“, erzählt Paul. Der von ihnen programmierte Roboter sei bis zur Rampe gefahren. Erst dann habe er nicht weitergewusst. Deswegen sei es so wichtig, dass der Roboter die Rampe schafft, sagen sie. „Vielleicht wären wir dann in Magdeburg Erster geworden“, spekuliert Malte. Zumindest haben die SFZ-Probierer die Voraussetzung für einen guten Lauf in Singapur geschaffen.

Für ihre Reise nach Singapur suchen die drei Schüler noch Unterstützung. Sponsoren können eine E-Mail an info@sfz-os.de schreiben oder sich unter der Nummer 0171/7557187 melden.


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