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Die Süderbergschule wird jetzt "verlässlich"

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BALD EINE VERLÄSSLICHE GRUNDSCHULE: Die Süderbergschule muss sich vom Modell der vollen Halbtagsgrundschule verabschieden; sie wird verlässlich, so wie es an den Grundschulen in Wellendorf und Borgloh schon lange der Fall ist.BALD EINE VERLÄSSLICHE GRUNDSCHULE: Die Süderbergschule muss sich vom Modell der vollen Halbtagsgrundschule verabschieden; sie wird verlässlich, so wie es an den Grundschulen in Wellendorf und Borgloh schon lange der Fall ist.

Die Grundschule Hilter wird künftig nicht mehr als volle Halbtagsgrundschule geführt, sondern in eine verlässliche Grundschule umgewandelt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates soll die Änderung bereits ab Schuljahrsbeginn greifen. Dafür sprach sich der Schul- und Kulturausschuss am Dienstagabend einmütig aus.

Die Kassen des Landes sind leer, die Lehrerversorgung geht weiter zurück. Das bekommt auch die Süderbergschule zu spüren, erläuterte Schulleiterin Ulla Cuijpers: Bereits im laufenden Schuljahr sei es kaum noch möglich gewesen, die fünf Zeitstunden von 8 bis 13 Uhr mit den vorhandenen Lehrkräften abzudecken. Die Vertretungsreserve sei bereits gekürzt worden.

Seit August 1997 existiert das Modell der vollen Halbtagsgrundschule, das heißt, diese Schulform ermöglicht eine verlässliche Unterrichtsversorgung in der Zeit von 8 bis 13 Uhr, in der die Schüler ausschließlich von Lehrern unterrichtet und betreut werden.

Allerdings: Dieses Modell ist teuer und wird nach Auskunft der Schulleitung ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr durchführbar sein. Alternativ kommt eine Umwandlung in eine Verlässliche Grundschule infrage, wobei auch bei diesem Modell Unterricht und Betreuung von 8 bis 13 Uhr gewährleistet sind, allerdings nicht ausschließlich von qualifizierten Lehrern.

Allein mit Rücksicht auf berufstätige Mütter sollte die Betreuungszeit bis 13 Uhr oberste Priorität haben, äußerte sich Cuijpers. Auch wenn nicht ausschließlich ausgebildete Lehrer zur Verfügung stehen, könne auch weiterhin gute Grundschularbeit geleistet werden.

Nachdem Schuldezernent Adolf Fokken die Süderbergschule am 15. Mai über eine weitere Reduzierung der Stundenzahl unterrichtet hatte, liegen mittlerweile acht Bewerbungen für eine Betreuung vor: "Darunter hoch qualifizierte", berichtete die Schulleiterin.

Den Vorwurf von Axel Thien, wonach das neue Konzept eher hätte erstellt werden können, wies Cuijpers mit dem Hinweis zurück, ihrerseits erst im Mai über die geplanten Veränderungen informiert worden zu sein.

"Wichtig für die Eltern ist, dass die Kinder bis 13 Uhr aufgehoben sind, und wichtig ist auch, dass die Unterrichtsstunden in der Hauptschule bleiben", ergänzte Christiane Rottmann (CDU).

Aufgrund der dramatischen Finanzsituation bleibe der Süderbergschule lediglich die Alternative, der Verlässlichen Grundschule mit Blick auf Verteilungsgerechtigkeit zuzustimmen, betonte Ausschussvorsitzender Holger Gerdes. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig.

Die Eltern wurden gestern in einem Schreiben der Schulleitung über die bevorstehende Umwandlung informiert. Weitere Bewerber, die eine Betreuung übernehmen möchten, können sich umgehend an die Schule wenden.


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