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„Sie haben viel zum Guten verändert“

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Großes Verdienstkreuz für Dr. Irmgard Weyer. Rechts NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Foto: Ralph SondermannGroßes Verdienstkreuz für Dr. Irmgard Weyer. Rechts NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Foto: Ralph Sondermann

„Für ihr unermüdliches und außergewöhnliches Engagement für die Menschen in Tansania verdient Dr. Irmel Weyer unsere höchste Anerkennung!“, betonte Laudator Jürgen Rüttgers. Frau Dr. Weyer habe viel zum Guten verän dert. Dr. Irmgard Weyer aus Ostercappeln-Schwagstorf ist von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in der Düsseldorfer Staatskanzlei mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Irmgard Weyer, genannt Irmel, wurde 1927 in Wattenscheid geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Heute lebt sie bei ihrer Schwester in der Gemeinde Ostercappeln und verbringt ihren Lebensabend im Wittlager Land.

 

Als Dr. Irmel Weyer 1961 als Tropenärztin nach Tansania kam, befand sich in dem Ort Litembo lediglich ein kleines Ambulatorium. Heute steht dort ein modernes Krankenhaus mit 360 Betten inklusive Kinderstation, Ambulanz, Mütterhaus und Kindergarten. Dies alles und noch viel mehr hat Irmel Weyer mit finanzieller Unterstützung eines von ihr gegründeten Fördervereins aufgebaut. Dafür wurde sie vom tansanischen Präsidenten Julius Nyerere mit dem höchsten tansanischen Orden geehrt, ungewöhnlich für eine weiße Frau. Aber dies geschah aus gutem Grund: Denn Irmel Weyer hat sich nicht nur in vorbildlicher Weise um den Aufbau des Krankenhauses verdient gemacht. Sie bildete über Jahrzehnte hinweg auch junge Ärzte aus Deutschland, viele afrikanische Ärzte und mehr als 200 Schwestern in Krankenpflege und Laborwesen aus. Und sie fuhr selbst zu entlegenen Siedlungen, um Kranke zu versorgen und die Bevölkerung in Hygiene zu unterrichten.

 

Irmel Weyer, diese bescheidene, zurückhaltende und außergewöhnliche Frau, hat als katholische Christin und Botin der Mitmenschlichkeit mit ihrem Einsatz für Afrika, in Afrika und in Deutschland, eine herausragende, völkerverbindende medizinische und soziale Arbeit geleistet. Und Maßstäbe gesetzt. Ein Lebenswerk, das allerhöchsten Respekt und Anerkennung verdient. Beides kam mit der Verleihung des Großes Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck.


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