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Razzia bei Waffenfirma Heckler&Koch

Von dpa

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Oberndorf. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat die Geschäftsräume des Waffenherstellers Heckler & Koch durchsucht. Dem Unternehmen mit Sitz in Oberndorf (Kreis Rottweil) werden Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, teilte eine Sprecherin der Behörde gestern mit. Konkret geht es um die Lieferung von Gewehren nach Mexiko seit dem Jahr 2005.

20 Ermittler beschlagnahmten zahlreiches Material in der Unternehmenszentrale. Heckler&Koch bestätigte die Durchsuchung, wies aber die Vorwürfe als falsch zurück. Bei den weiteren Ermittlungen will der Waffenhersteller mit den Ermittlungsbehörden kooperieren.

Das Unternehmen wird beschuldigt, trotz eines ausdrücklichen Verbots Waffen an vier Bundesstaaten Mexikos geliefert zu haben, in denen es Menschenrechtsverletzungen gab. Heckler & Koch habe zwar eine Ausfuhrgenehmigung für Mexiko erteilt bekommen, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Vier Unruhestaaten seien davon allerdings ausdrücklich ausgeklammert worden. Der Waffenhersteller habe aber trotzdem in diese Gebiete geliefert.


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