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Niedrige Gaspreise kommen bei Verbrauchern noch nicht an Netzagentur rät zum Anbieterwechsel

Von dpa

Bonn. Nach Darstellung der Bundesnetzagentur kommen die niedrigen Gaspreise am Weltmarkt nicht genügend beim Verbraucher an. Versorger hätten noch Spielraum für Preissenkungen.

„Im internationalen Gashandel beobachten wir einen dramatischen Preisverfall, der bei den Verbrauchern nur teilweise ankommt“, sagte Behördenchef Matthias Kurth. „Da gibt es durchaus noch Spielraum für Preissenkungen.“ Der Wettbewerb beim Gas komme langsam in Gang. Kunden sollten den Anbieter wechseln, wenn es billigere Konkurrenten gebe. „Haushalte sparen schon jetzt bis zu 300 Euro, wenn sie zu einem günstigeren Versorger wechseln“, so Kurth.

Zum Start der Heizperiode gibt es derzeit einen gespaltenen Markt in Deutschland: Während viele Versorger die Preise erhöhen, senken sie andere. Insgesamt sind die Preise seit 2009 im Schnitt im Abwärtstrend.Nach Erhebungen der Bundesnetzagentur gingen die Tarife für Haushaltskunden in der Grundversorgung zwar im Schnitt zurück, von 7,1 im April 2009 auf 6,5 Cent je Kilowattstunde ein Jahr später. „Das ist aber bei Weitem nicht das, was bei Gewerbe- und Industriekunden ankommt und was am Großhandel passiert.“