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Bis zum Kirchentag barrierefrei

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Ausgedient: Das Gepäckband am Intercity-Gleis 2/3 wurde gestern demontiert. Wer schwere Koffer schleppen muss, kann demnächst den Aufzug benutzen.Ausgedient: Das Gepäckband am Intercity-Gleis 2/3 wurde gestern demontiert. Wer schwere Koffer schleppen muss, kann demnächst den Aufzug benutzen.

Wenn am 19. Mai 2008 der Katholikentag beginnt, sollen alle Gleise des Osnabrücker Hauptbahnhofs barrierefrei erreichbar sein. Drei gläserne Aufzüge werden in den nächsten Monaten in die Treppenaufgänge zu den Gleisen 1 bis 5 gebaut. Die Baustelle ist schon eingerichtet.

Am Intercity-Gleis 2/3 hebelten Mitarbeiter einer Baufirma gestern mit der Brechstange das Gepäckband auf, das Reisenden beim Treppensteigen immerhin das Kofferschleppen abnahm. Das Band wird nicht mehr gebraucht, wenn der Umbau abgeschlossen ist. Es steht dem neuen Fahrstuhl im Weg, der platzsparend in die Treppe hineingebaut wird.

Neue Aufzüge wurden schon vor einem Jahr zu den Gleisen der unteren Ebene gebaut, wo die Züge aus Bad Bentheim, Wilhelmshaven oder Hannover halten. Die von der Bahn beauftragte Firma Otis nutzte dafür die Schächte der rumpeligen Lastenaufzüge. Diese Notlösung brachte es konstruktionsbedingt mit sich, dass nicht sehr viel Tageslicht in die beiden Kabinen dringt.

Anders wird es an den Gleisen 1 bis 5, die jetzt einen barrierefreien Zugang bekommen. Die Fahrstuhlkabinen werden deutlich heller sein, weil die Konstruktion frei steht und nicht in die Hülle alter Lastenaufzüge gesteckt werden muss, wie Bahnhofsmanager Axel Sauert ankündigt. Alle Tasten werden so angebracht, dass sie auch von Rollstuhlfahrern bequem bedient werden können.

Aber auch ältere Menschen, Gehbehinderte und Väter oder Mütter mit Kinderwagen können demnächst aufatmen, wenn sie nach Hamburg oder Köln fahren wollen. Rund 2,2 Millionen Euro veranschlagt die Bahn als Gesamtkosten für den barrierefreien Ausbau des Osnabrücker Hauptbahnhofs. Bahnhofsmanager Sauert ist zuversichtlich, dass bis zum Mai 2008 alles fertig ist. In einer früheren Ankündigung war noch von "Ende 2007" die Rede gewesen.

Die Fahrstühle werden von der Firma Otis gebaut, dem weltweit größten Produzenten von Aufzügen mit einem Marktanteil von 28 Prozent. Otis hat auch den Eiffelturm, das Empire State Building und das World Trade Center als Referenzobjekte vorzuweisen.

Gebaut wird derzeit auch am Gleis 1, allerdings stehen die Arbeiten nicht im Zusammenhang mit dem barrierefreien Zugang. Knapp ein Jahr nach dem Orkan Kyrill werden die Schäden am Dach ausgebessert. Wenn das Wetter mitspielt, soll bis Ende Februar alles wieder dicht sein, kündigt der Bahnhofsmanager an.


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