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Innensenator: Schulterschluss gegen Gewalt im Sport – Ausschuss für Sport und Sicherheit Hamburg will Stadionverbote wirksamer umsetzen

Von dpa

Hamburg. Als Ergebnis des Sicherheitsgipfels nach den gewalttätigen Ausschreitungen bei einem Hamburger Hallen-Fußballturnier wollen die Vereine enger zusammenrücken und in Zukunft Stadionverbote wirksam umsetzen.

Zudem wird in der Hansestadt ein Ausschuss Sport und Sicherheit eingerichtet. „Wir machen einen engen Schulterschluss gegen Gewalt im Sport“, sagte Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) nach dem Runden Tisch.

Wer Fotos oder Videos von den Vorfällen besitze, solle dieses Material den Ermittlern zur Verfügung stellen, baten die ermittelnden Behörden. Der Mitorganisator des Schweinske-Cups, Peter Sander, kündigte an, zivilrechtlich gegen Randalierer vorzugehen, die die Polizei fasse.

20 Teilnehmer aus dem Fußballbereich, der Politik und der Polizei diskutierten über Konsequenzen aus den Vorkommnissen am vergangenen Freitag. Bei der Veranstaltung waren 90 Menschen verletzt worden. Vier Randalierer wurden fest- und 77 in Gewahrsam genommen. An der Auseinandersetzung waren Anhänger des Zweitligisten FC St. Pauli, des Regionalligisten VfB Lübeck und des Hamburger SV beteiligt gewesen. Es dürfe nicht so weit kommen, dass Familien sich aus Angst vor gewalttätigen Fans nicht mehr in die Stadien trauten, betonte Neumann. In den vergangen Tagen hatte es viele gegenseitige Schuldzuweisungen gegeben. Der FC St. Pauli warf der Polizei Fehler vor, die Beamten sahen die Schuld hauptsächlich bei den Fans des Kiez-Clubs. Unter den Lübecker Chaoten sollen viele gewesen sein, die dem Verein als gewaltbereit bekannt waren.