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Huckenbeck verfehlt WM-Qualifikation – Kroner im Pech – Diener mit Bahnrekord Nur Tebbe kehrt als Sieger zurück

Von Helmut Diers

Kai Huckenbeck (vorn), U-21-Nationalkaderfahrer, konnte sich in Herxheim nicht wie gewollt in Szene setzen und verfehlte die WM-Teilnahme 2011.Kai Huckenbeck (vorn), U-21-Nationalkaderfahrer, konnte sich in Herxheim nicht wie gewollt in Szene setzen und verfehlte die WM-Teilnahme 2011.

Schwarme/Herx-heim/Ostrow (PL). Die emsländischen Motorrad-Bahnsportspezialisten Kai Huckenbeck, Bernd Diener (MSC „Hümmling“ Werlte), Jörg Tebbe und Tobias Kroner (MSC Dohren) durchlebten im Saisonauftakt 2011 ein Wechselbad der Gefühle. Nur Tebbe kehrte mit einem Rennsieg zurück ins Emsland.

Das Grasbahnrennen des MSC Schwarme (Nähe Bremen) nutzte der 32-jährige Tebbe, um der nationalen und internationalen Konkurrenz zu zeigen, dass er auch in der WM-Trophy mit sieben Wertungsrennen erneut ganz oben mitmischen will. „Es lief gut“, meinte der Dohrener nach seinem Sieg. Insgesamt waren in Schwarme im zwölfköpfigen, internationalen Feld sieben WM-Teilnehmer am Start. Tebbe, der in den ersten Läufen „hoch pokerte“, musste aber auf den letzten Runden der einzelnen Läufe bei schlechter werdendem Bahnbelag sein ganzes fahrerisches Können aufbieten, um vorn zu bleiben. „Ich hatte mein Material nur auf superschnelle Starts ausgelegt, klappte ganz gut, hätte aber auch ins Auge gehen können.“ Pfingstsonntag im tschechischen Marienbad wird Tebbe zum WM-Auftakt das „Spielchen“ kaum so wiederholen.

Eine starke Leistung bot der älteste internationale Bahnrennfahrer Bernd Diener (Werlte) in Schwarme. Mit 118,42 km/h zeigte es der 51-Jährige den Jungspunden und sicherte sich den Geschwindigkeits-Bahnrekord auf der neuen Grasbahn. In der Gesamtwertung fuhr Diener mit zwei Laufausfällen auf Platz acht.

Kai Huckenbeck (Werlte) hatte sich zwar einiges vorgenommen, verpasste aber im pfälzischen Herxheim doch die Qualifikation für die U-21-Speedwayweltmeisterschaft. Wie alle seine Nationalmannschaftskameraden ließ auch der 18-jährige Auszubildende als Zweiradmechaniker zu viele Punkte auf der Speedway-Bahn liegen.

Huckenbeck wurde in seinem ersten Lauf nach einem guten Start wegen Verlassens der Bahn vom Referee disqualifiziert. Eine weitere Null-Punkte-Fahrt im vierten Durchgang kostete die Qualifikation. „Der Fehler im ersten Lauf war meine eigene Dummheit. Ich habe zu wenig Gas gegeben und kam dann nicht um die Kurve. Im vierten Lauf hatte ich einen schlechten Start und kam nicht mehr an den Gegnern vorbei“, so Huckenbeck, der Platz neun im 18-köpfigen Fahrerfeld erreichte.

Pech hatte der 22-jährige Dohrener Speedway-Profis Tobias Kroner. Er konnte bei seinem neuen polnischen Club Ostrow nur Testrennen bestreiten. Da der Verein es versäumt hatte, das „Präsidenten-Cuprennen“ international anzumelden, hatte Kroner keine Startberechtigung. „Ich hatte meine Lizenz in Ordnung. So muss ich bis zum Ligastart in Polen warten“, beschrieb der zukünftige Bankkaufmann den Trip nach Polen „als Training mit weiter Anreise“ ab. Ärgerlich!. Am Ostersamstag wird Kroner in Güstrow in einem freien Rennen seine Form zum Auftakt der Saison austesten.