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Rhythm-’n’-Blues-Festival am 30. Oktober im Gerry Weber Event & Convention Center Pflichttermin für alle Blues- und Soulfreunde

Von Tom Bullmann

Halle. Fast eine Tradition: das von der Lautsprecher-Firma Bowers & Wilkins initiierte Rhythm-’n’-Blues-Festival in Halle. Bereits zum achten Mal treffen am Samstag, 30. Oktober, im Gerry Weber Event & Convention Center Bands aufeinander, die das Herz der Blues- und Soulfreunde höher schlagen lassen.

In diesem Jahr haben die Veranstalter neben Countryblueser Steve Haggerty und dem Amerikaner Coco Montoya aus der Albert-Collins-Schule die deutsche Bluesrock-Hoffnung Henrik Freischlader nach Halle eingeladen. Für einen tanzbaren und stimmungsvollen Ausklang sorgt wie schon beim 2009er Festival die Sweet Soul Music Revue. „Wir haben die Zahl der auftretenden Bands von fünf auf vier reduziert, um den Künstlern mehr Zeit zu geben, sich auf der Bühne zu entfalten“, sagt Peter Schulte von Bowers & Wilkins bei der Vorstellung des aktuellen Programms.

Schulte, Gründer der deutschen Niederlassung des englischen Lautsprecher-Spezialisten, hatte das Festival vor sieben Jahren zusammen mit seiner Frau aus der Taufe gehoben. Mittlerweile strömen mehr als 1000 Besucher zu dem Festival, für das einerseits angesagte Acts engagiert werden, bei dem sich aber gern auch illustre Stargäste ein Stelldichein geben. „Peter Maffay und Udo Lindenberg sind schon öfter bei uns zu Gast gewesen, sie sind aber in diesem Jahr zu beschäftigt“, weiß Schulte zu berichten. Man wisse noch nicht, wer sich diesmal blicken lasse, um den Musikern backstage Glück für den Auftritt zu wünschen oder an der Bar gepflegt mit Besuchern zu plaudern. „Die lockere Atmosphäre ist ein Grund, warum unser Festival so beliebt ist“, berichtet Bluesfan Schulte weiter. Daher freut er sich besonders, mit Henrik Freischlader einen Ausnahmemusiker engagiert zu haben, der zwar schon zweimal in Halle aufgetreten sei, allerdings immer in anderen Formationen.

2008 war Freischlader mit Richie Arndt und seinen Bluenatics unterwegs, im vergangenen Jahr ging er mit dem Osnabrücker Saxofon-Urgestein Tommy Schneller in der Truppe 5 Live an den Start. Ende des Monats wird er mit seinem eigenen Ensemble bei Gerry Weber haltmachen. Die aktuelle Henrik-Freischlader-Band ist ein Quartett, in dem auch wieder ein Musiker aus der Blueshochburg Osnabrück beschäftigt ist: Keyboarder Moritz „Mo“ Fuhrhop wird mit seiner original Hammond-Orgel für authentische R-’n’-B-Klänge sorgen, während Freischlader mit seiner Gitarre und am Mikrofon keinen Hehl aus seiner Verehrung für Rock- und Blues-Größen wie Jimi Hendrix, Steve Ray Vaughan und Gary Moore macht. Trotz energetischer, hochexplosiver Show ist da viel Platz für Stimmungen und Gefühle. Kein Wunder, dass Freischlader zurzeit als die große Hoffnung am deutschen Blueshimmel gehandelt wird.

Eröffnet wird das Festival von Steve Haggerty aus den USA, der bereits seit den 1950er-Jahren in Bielefeld lebt. Mit seiner Band The Wanted hat er sich kräftigem Bluesrock mit einer gehörigen Prise Country verschrieben, die von seiner erdigen Stimme charakterisiert wird. Der Kalifornier Coco Montoya, der einst in der Band des großen Albert Collins Schlagzeug spielte, ist mittlerweile auf Gitarre umgestiegen und zeigt, dass er den Blues auch singen kann.

Soul und Funk mit wechselnden Sängern und Sängerinnen bietet schließlich die Sweet Soul Music Revue, die die Musik der 1960er und 1970er mit Songs von Ray Charles bis James Brown aufleben lässt.

Samstag, 30. Oktober,

18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr): Rhythm-’n’-Blues-Festival im Gerry Weber Event & Convention Center in Halle. Karten im Vorverkauf: Ticket-Hotline 05201/8180 oder via Internet (www.gerryweber-eventcenter.de).