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HBL: Der HSV verabreicht der SG Flensburg-Handewitt eine deftige Packung Ansage im Titelkampf

Von dpa

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Geschoben und gezerrt: Oscar Carlén und Tobias Karlsson (Zweiter von links) versuchen mit allen Mitteln, Michael Kraus (links) und Blazenko Lackovic (rechts) vom Tor fernzuhalten. Foto: dpaGeschoben und gezerrt: Oscar Carlén und Tobias Karlsson (Zweiter von links) versuchen mit allen Mitteln, Michael Kraus (links) und Blazenko Lackovic (rechts) vom Tor fernzuhalten. Foto: dpa

dpa Hamburg. Noch ist es ein Vierkampf an der Spitze der Handball-Bundesliga, in wenigen Wochen soll es nur noch ein Zweikampf um den Meistertitel sein. Das jedenfalls prophezeit Trainer Per Carlén von der SG Flensburg-Handewitt. „Es wird wie immer: Hamburg gegen Kiel. Das wird der Kampf um die Meisterschaft“, sagte der Schwede, nachdem er mit seiner Mannschaft am Samstagabend im Spitzenspiel der Liga eine deftige 24:32(12:18)-Packung beim HSV bezogen hatte.

Noch tummeln sich die Rhein-Neckar Löwen, die ein Spiel im Plus sind, mit 19:3 Punkten an der Tabellenspitze vor Titelverteidiger THW, der an diesem Wochenende spielfrei hatte, dem HSV (je 18:2) und den überraschend starken Füchsen Berlin (17:3). Die Löwen besiegten den TV Großwallstadt mit 31:23 (14:12), hatten allerdings mehr Mühe, als es das Ergebnis aussagt. Die Füchse ließen sich auch im Verfolgerduell beim VfL Gummersbach nicht aus dem Rhythmus bringen und siegten mit 34:32 (18:16). Doch das Zeug, ein echter Titelrivale in dieser Saison zu sein, trauen die meisten Experten weder den Löwen noch den Füchsen zu.

Anders bei den Hamburgern. Die ließen gegen die Flensburger nur 23 Minuten Spannung zu. Bis dahin stand es 11:11. Danach aber war es vorbei mit der Herrlichkeit der Gäste. Mitte der zweiten Halbzeit waren die Hamburger in Formel-1-Tempo mit zwölf Toren Vorsprung enteilt. Die konsternierten Flensburger, denen reihenweise Fehler unterliefen, taten den 13171 Zuschauern in der ausverkauften Arena bereits leid.

„12, 13, 14 technische Fehler – das geht nicht“, zürnte Carlén mit seinen Mannen. „Wir waren leider nur eine Junioren-Mannschaft. Das war das schlechteste Spiel der Saison.“ Danach ordnete er das Team ins Mittelmaß der Liga ein. „Wir sind nicht unter den besten vier Mannschaften. Unsere Sache sind die Plätze fünf und sechs.“

Ob die Demütigung in Hamburg ihn leichter von Flensburg zum HSV in der nächsten Saison treibt, ließ er offen. Der Schwede ist als Nachfolger von Martin Schwalb auf dem Trainerstuhl bei den Hanseaten im Gespräch. „Im November wird es eine Entscheidung geben“, versprach Carlén, der eigentlich bereits für Oktober einen Entschluss angekündigt hatte. Spekuliert wird auch, dass er nach Schweden zu seiner Frau und seinen Töchtern zurückkehrt, während lediglich sein talentierter Sohn Oscar zum HSV wechselt. „Für mich hat Vorrang, mit Flensburg zu sprechen. Flensburg ist eine große Sache. Ich liebe diese Mannschaft“, meinte Carlén.

Während der HSV die „Hammer-Wochen im November“ zelebriert – am 16. November kommt der THW Kiel, acht Tage später gastieren die Löwen –, geht es am Tabellenende leiser zu. Die HSG Wetzlar setzte sich bei der HSG Ahlen-Hamm mit 30:27 (14:14) durch und verließ den Relegationsplatz. Auf den fiel der DHC Rheinland zurück. Die Dormagener ließen sich vom TuS N-Lübbecke mit 33:22 (16:12) überfahren.


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