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Nach Busunglück ringen zwei Verletzte noch mit dem Tod Weiter in Lebensgefahr

Von dpa

Potsdam. Nach dem schweren Busunglück bei Berlin kämpfen zwei Verletzte noch um ihr Leben. Sie müssten noch mehrmals operiert werden, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gestern in Potsdam. Bislang sind 8 der 13 Toten obduziert worden – allerdings ist bisher nur bei sieben die Identität geklärt.

Laut der Potsdamer Staatsanwaltschaft sind wahrscheinlich DNA-Untersuchungen erforderlich. Wenn diese abgeschlossen sind, sollen die Leichen freigegeben werden. Dann können sie in die Heimat überführt werden. Unterdessen wurde auch bekannt, dass der polnische Bus nur teilweise mit Gurten ausgestattet war.

Bei dem Unfall auf der Autobahn am Schönefelder Kreuz waren am Sonntag auch 38 Menschen verletzt worden, 18 von ihnen schwer. 13 Verletzte konnten laut Innenministerium inzwischen das Krankenhaus verlassen und die Heimreise nach Polen antreten. Auch fast alle Angehörigen, die in Begleitung von polnischen Psychologen und Geistlichen nach Brandenburg gereist waren, sind wieder in der Heimat. „Sie wollen dort mit den Trauervorbereitungen beginnen“, sagte ein Polizeisprecher in Königs Wusterhausen.In dem Reisebus saßen Mitarbeiter des Forstamtes im westpommerschen Zlocieniec, deren Familien und zwei Busfahrer. Die 37-jährige Frau, die den Unfall mit ihrem Pkw verursacht haben soll, gehört ebenfalls zu den Verletzten. Gegen sie ermittelt die Potsdamer Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Sie konnte aber noch nicht vernommen werden. Nach Medienberichten ist die Frau bei der Berliner Polizei tätig. Die Behörden wollten dies weder bestätigen noch dementieren.Die Untersuchungen zu Unfallhergang und zur Schuldfrage gingen derweil weiter.