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Kartoffeln können kommen

Die neue Kartoffellagerhalle steht: Unsere Aufnahme zeigt (von links) Wolfgang Nietfeld, Werner Knipper, Heinrich Wernsing, Manfred von Dielingen, Hermann Nolte-Große Karrenkamp, Bernhard Suding und Bernd Rolfes.Die neue Kartoffellagerhalle steht: Unsere Aufnahme zeigt (von links) Wolfgang Nietfeld, Werner Knipper, Heinrich Wernsing, Manfred von Dielingen, Hermann Nolte-Große Karrenkamp, Bernhard Suding und Bernd Rolfes.

Dort, wo ab Mitte September 5000 Tonnen Kartoffeln eingelagert werden, traf sich jetzt eine fast 200-köpfige Festversammlung. Die Erzeugergemeinschaft für Kartoffeln zur Herstellung von Veredlungsprodukten hatte nach Badbergen eingeladen und präsentierte ihre neue Halle. Die alte war im November 2006 bei einem Großbrand vernichtet worden.

"Die letzten zehn Monate waren hart", resümierten Geschäftsführer Manfred von Dielingen und Vorstandsvorsitzender Hermann Nolte-Große Karrenkamp. Der Verlust von 5000 Tonnen Kartoffeln in einem Hochpreisjahr wog umso höher. Die Kartoffeln gingen dem Markt verloren und mussten von der Erzeugergemeinschaft abgeschrieben werden. Jetzt, nach zehn Monaten, ist bei der Erzeugergemeinschaft für Kartoffeln wieder Land in Sicht. 5000 Tonnen Kartoffeln der Sorte Bintje stehen kurz vor der Einlagerung.

Um die neue Halle zu verwirklichen, musste die Erzeugergemeinschaft rund eine Million Euro investieren. 23 Kartoffelanbauer aus der Region rund um Badbergen bauen rund 750 Hektar Kartoffeln für die Erzeugergemeinschaft an. Diese vermarktet jährlich rund 30000 Tonnen Kartoffeln. Hauptabnehmer sind die Firmen Wernsing und Schnetkamp, bei denen aus im Artland angebauten Kartoffeln die leckersten Veredelungsprodukte hergestellt werden.

Bernhard Suding, Geschäftsführer der Firma Wernsing, bezeichnete die neue Halle als eine Investition in die Zukunft. Sein Unternehmen unterstützte den regionalen Kartoffelanbau, weil dieser mit weniger Fracht- und Sortierungskosten belastet sei. Durch die Kartoffellagerhalle sei das Jahr über eine permanente Belieferung für die Herstellung von Pommes frites möglich. Die Veredlungsbetriebe stünden vor großen Herausforderungen. Der Erzeugergemeinschaft für Kartoffeln bescheinigte er, für die Zukunft bestens gerüstet zu sein.