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Kombinierer trumpfen auf – Freund springt auf Rang drei Viele Klassebeweise

Von dpa

Lahti. Die Nordischen Kombinierer verabschiedeten ihren Erfolgscoach Hermann Weinbuch mit einem glanzvollen Doppelsieg, Skispringer Severin Freund flog zum fünften Mal in seiner Karriere auf das Podest. Eine Woche nach den nordischen Weltmeisterschaften haben die deutschen Ski-Asse beim Weltcup in Lahti ihre Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

In einem packenden Schlussspurt bescherten Johannes Rydzek und Eric Frenzel dem scheidenden Bundestrainer Weinbuch ein passendes Abschiedsgeschenk. Nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf schlug Junioren-Weltmeister Rydzek dem Titelträger bei den „Großen“ ein Schnippchen und gewann nach Fotofinish. Schon vorher hatten Björn Kircheisen und Frenzel für einen deutschen Doppelerfolg gesorgt. „Wir sind ab der WM über uns hinausgewachsen und haben das zu meiner großen Überraschung und Freude auch durchgezogen. Es hat sich gezeigt, welche Lockerheit Erfolge hervorrufen kann“, stellte Weinbuch nach seinem letzten Wettkampf als Bundestrainer zufrieden fest und prophezeite seinen Schützlingen eine rosige Zukunft: „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Das gilt auch für Skispringer Freund, der am Sonntag mit Platz drei hinter dem siegreichen Schweizer Simon Ammann und Andreas Kofler aus Österreich glänzte. „Das war ein super Wettkampf von Severin und ein toller Erfolg, dass er seine Weltklasse nachgewiesen hat“, lobte Bundestrainer Werner Schuster den starken Auftritt seiner Nummer eins, der für den enttäuschenden vierten Rang im Teamwettbewerb am Vortag entschädigte.

„Es ist schön, nach der WM noch einmal ein gutes Ergebnis gemacht zu haben. Das gibt Selbstvertrauen“, sagte Freund nach Sprüngen auf 128 und 130 Meter. Bei den Titelkämpfen in Oslo hatte der 22-Jährige aus Rastbüchl eine Medaille im Einzel zweimal verpasst. „Es lohnt sich nicht nachzudenken, was hätte sein können. Er hat hier wieder in die Spur gefunden und kann sich jetzt auf das Skifliegen in Planica freuen. Und nächste Saison steht er vor der Herausforderung, sich da oben festzubeißen“, erklärte Schuster.

Zur guten Wochenendbilanz trug auch Langläufer Tobias Angerer mit dem neunten Platz in der Doppelverfolgung über 20 Kilometer bei. Tim Tscharnke aus Biberau überzeugte als Elfter.