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"Varus Open Air" mit Toto und Heather Nova

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Nach Römertagen und Osterleuchten steht auf dem Gelände der Varusschlacht im Sommer eine weitere Premiere ins Haus. Am 3. Juli steigt das erste Varus Open Air. Prominente Acts wie Heather Nova und Band, Fury in the Slaughterhouse und Toto haben bereits fest zugesagt.

Wie Varusschlacht-Geschäftsführer Christian Jaletzke und Rüdiger Scholz vom Konzertveranstalter Goldrush Productions am Donnerstag in Kalkriese erläuterten, ist das Varus Open Air das bislang einzige Deutschlandkonzert während der Europa-Sommer-Tour der kalifornischen Top-Band Toto. Kalkriese folgt im Tourkalender der Gruppe um Steve Lukather und Simon Phillips direkt auf Stationen wie Hawaii und Japan.

Ebenso wie mit den Hannoveranern von "Fury" wollen die Organisatoren mit Toto die Zielgruppe der über 30-Jährigen ansprechen. Gäste aus dem jüngeren, kulturinteressierten Spektrum und aus dem studentischen Milieu soll die charismatische amerikanische Singer-Songwriterin Heather Nova nach Kalkriese ziehen.

Jaletzke und Scholz unterstrichen, eine Veranstaltung wie das Open Air biete eine einmalige Gelegenheit, Museum und Park Kalkriese mit der Moderne zu verbinden. "Wir sind kein Soldatenfriedhof", betonte Jaletzke. Vielmehr solle das Gebiet der Varusschlacht ein Ort friedlichen Dialogs werden. Anspruchsvolle Rockmusik habe darin ebenso ihren Platz wie Ausstellungen heimischer Künstler, sprach der Varus-Geschäftsführer im Vorfeld der Planungen geäußerte Bedenken an.

Jaletzke sieht erheblichen Bedarf für musikalische Großevents im Osnabrücker Raum: "Immer wieder wird gefragt, warum es in der Region keine großen Konzertveranstaltungen gibt. Wir lassen jetzt die Wünsche Wirklichkeit werden, und die Menschen in der Region sind jetzt gefragt, mit den Füßen abzustimmen, ob sie ihr Festi-val wollen", appellierte er an die Musikliebhaber.

Auch Konzertveranstalter Scholz unterstrich, die Erfahrungen mit dem Konzert der "Fantastischen Vier" in Osnabrück hätten im vergangenen Sommer gezeigt, dass der Großraum Kultur regelrecht "aufsauge" und dass ein immenses Nachholpotenzial bestehe. Mit etwa 10 000 Besuchern rechnen die Veranstalter schon in diesem Sommer. Sollte sich das Varus Open Air etablieren, könnten in den kommenden Jahren durchaus auch Weltstars wie Peter Gabriel, Bryan Adams oder Ronan Keating nach Kalkriese geholt und langfristig Besucherzahlen von 20000 bis 25000 angepeilt werden.

Probleme mit der Abwicklung eines solchen Großereignisses sehen die beiden Organisatoren nicht. Jaletzke wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass schon beim Osterleuchten etwa 15000 Menschen den Weg zum Museumspark fänden. Parkflächen sollen ausreichend zur Verfügung stehen. Außerdem wurde zusammen mit der Nordwestbahn ein Nahverkehrskonzept erarbeitet. Besucher können dann von Osnabrück wie von Vechta Tickets lösen, die gegen einen geringen Aufpreis einen Shuttle-Service vom Bramscher Bahnhof zum Veranstaltungsgelände enthalten.

Auch für die Wirtschaft der Region versprechen sich Scholz und Jaletzke positive Effekte. Allein für die Künstler würden 55 Hotelzimmer gebucht, einmal ganz abgesehen vom Tourpersonal. Auch heimische Handwerker würden von der technischen Abwicklung des musikalischen Großereignisses profitieren, vom Werbeeffekt für die Region wie das Museum einmal abgesehen, versicherten die Organisatoren.

Karten für das Open Air gibt es für 39 Euro in den bekannten Vorverkaufsstellen, per Internet unter www.eventim.de, im Goldrush-Tickethaus oder telefonisch unter 0541/9614629.


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