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Die Sportfreunde Lotte warten nach dem 1:1 in Idar-Oberstein weiter auf den ersten Auswärtssieg 2012 Der Wille stimmt, die Ergebnisse nicht

Von Malte Schlaack

Kaum ein Durchkommen gab es für Tim Gorschlüter (rechts) und die Sportfreunde in Idar-Oberstein. Foto: Manfred MrugallaKaum ein Durchkommen gab es für Tim Gorschlüter (rechts) und die Sportfreunde in Idar-Oberstein. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte/Idar-Oberstein. Im fünften Anlauf verpassten die Sportfreunde Lotte im Jahr 2012 einen Auswärtssieg. 1:1 hieß es nach 90 Minuten beim Tabellenletzten vom SC Idar-Oberstein. Fast noch schlimmer als der Punktverlust im Hunsrück trifft die Sportfreunde die Verletzung von Marc Lorenz, der in der 43. Minute mit einem Riss der Außenbänder ausgewechselt werden musste. Wie sich Lorenz und die übrigen Spieler im Spiel geschlagen haben, lesen Sie in unserer Einzelkritik.

Keeper David Buchholz hatte mehr zu tun, als er vielleicht erwartet hatte. Beim Gegentor kam er gegen Stumpf einen Schritt zu spät. In der 79. Minute war er jedoch vor dem Torschützen im Strafraum zur Stelle und verhinderte so einen erneuten Rückstand.

Als Rechtsverteidiger machte Henning Grieneisen ein solides Spiel. Vor allem kurbelte er die Offensive in der Lotter Drangphase zu Beginn der zweiten Hälfte an, leistete sich aber immer wieder auch Abspielfehler. Kapitän David Czyszczon organisierte die Defensive gewohnt sicher, hatte im Spielaufbau aber so seine Probleme. Seine Gefahr bei Standards blieb aus – Lotte hat schlicht zu wenig. Kollege Andre Wiwerink spielte recht unauffällig. Zweikampfstark wie immer konnte aber auch er den Steilpass, der die Führung der Gastgeber einleitete, nicht verhindern. Viele der Angriffe von Idar-Oberstein liefen über die linke Lotter Abwehrseite und somit durch das Revier von Michael Hohnstedt. Hier hatte er trotz hohen Einsatzes einige Probleme, dafür setzte er in der zweiten Halbzeit offensiv einige Akzente.

Tim Gorschlüter verrichtete defensiv robust seinen Job. Offensiv kamen seine Pässe in der Spieleröffnung oder bei Seitenwechseln aber viel zu selten an. Nebenmann Oliver Zech war offensiv der gefährlichste Sportfreund. Nach einer frühen Gelben Karte (7.) defensiv zurückhaltend, hatte er mit einem Fernschuss die größte Chance der ersten Hälfte (22.), bereitete dann den Ausgleich per Ecke vor und hatte kurz danach Pech mit einem Pfostenschuss.

Für Fabian Liesenfeld stand Julian Loose in der Startformation. Auf der rechten Seite blieb der Winterzugang allerdings blass und wurde in der 67. Minute ausgewechselt. Zwischen Zentrale und Spitze pendelte Simon Engelmann. Dort betrieb er zwar einen hohen Aufwand, konnte sich aber zu selten durchsetzen, um echte Torgefahr zu erzeugen.

Pechvogel der Sportfreunde war ganz klar aber Marc Lorenz. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte wurde er an der Mittellinie kurz vor der Pause übel gelegt. Wie schlimm, zeigte sich am Tag danach. Die Knochen sind zwar verschont geblieben, dafür sind mehrere Außenbänder im Fuß gerissen, was natürlich einen längerfristigen Ausfall nach sich zieht.

Im Sturm macht sich das momentane Lotter Auswärtsdilemma bemerkbar. Martin Hess bekam einfach zu wenig Bälle, um etwas Zählbares daraus zu machen. Über eine Abgebrühtheit wie der verletzte Marcus Fischer verfügt Hess nicht. Fabian Liesenfeld wurde für Lorenz eingewechselt und erzielte aus dem Gewühl heraus den Ausgleich; ansonsten gelang ihm nicht viel. Wenig Gefahr ging auch von den beiden weiteren eingewechselten Offensivkräften Aleksandar Kotuljac und Jerome Assauer aus. Für sie gilt wie für alle: Der Wille und Einsatz stimmen, die Ergebnisse nicht.