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Volkszählung kostet das Land 70 Millionen Euro Mehr als 10000 Interviewer befragen die Niedersachsen

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Hannover. Mehr als 10000 Interviewer werden im nächsten Jahr bei der Volkszählung (Zensus) in Niedersachsen zum Einsatz kommen.

Wie der Vorstandsvorsitzende des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie, Christoph Lahmann, jetzt erläuterte, sollen diese ehrenamtlichen Helfer rund 820000 Bürger zu ihrer Lebenssituation am Stichtag 9. Mai 2011 befragen. Konzentrieren soll sich diese Erhebung auf Kommunen mit mehr als 10000 Einwohnern; heranziehen zur Befragung will man jeweils die Bewohner nach repräsentativen Gesichtspunkten ausgesuchter Häuser. Die betroffenen Bürger sind laut Lahmann verpflichtet, Fragebögen auszufüllen. Sie können lediglich Angaben zur Religionsangehörigkeit verweigern.

Anders als bei früheren Volksbefragungen – die letzte gab es 1987 – beschränkt man sich aber auf stichprobenartige Interviews von Bürgern. Die wesentlichen Daten sollen nach Angaben von Lahmann über Melderegister, Erhebungen der Arbeitsagentur sowie Befragungen der rund 2,7 Millionen Haus- und Wohnungseigentümer in Niedersachsen zusammengestellt werden. Erste Vorermittlungen starten demnach in diesen Tagen. In Kommunen über 30000 Einwohner sowie in den Landkreisen sollen insgesamt 88 Erhebungsstellen eingerichtet werden.

Für die Datenerhebung und -auswertung werden laut Lahmann bis zu 400 zusätzliche Mitarbeiter benötigt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Zensus in Niedersachsen auf etwa 70 Millionen Euro.

Insgesamt 20 Millionen Euro sollen dabei die niedersächsischen Kommunen als Ausgleich für ihre Aufwendungen erhalten. Die Interviewer erhalten pro Fragebogen eine Entschädigung von 8,50 Euro.


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