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Herzlake "weht" unter drei blauen Segeln

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Im Rahmen des Projektes Kunst am Fluss schuf der Dohrener Künstler Christian Lammers drei Hasesegel, die an ihrem Standort am Bootsanleger in Herzlake installiert und mit einer kleinen Feierstunde eingeweiht wurden.

Das Besondere an den drei Hasesegeln ist, dass sie die Menschen zur Interaktivität einladen. Christian Lammers bezeichnete sie so in seiner kleinen Eröffnungsrede, und das sind sie im wahrsten Sinn des Wortes, denn sie sind bestens als Sitzgelegenheit geeignet. Man kann von ihnen aus einen wunderbaren Blick auf die Hase genießen. Da sich die Segel drehen lassen, können sie jedoch auch von einer Gruppe als kommunikativer Rastplatz genutzt werden. Bei Regenwetter bieten sie sogar ein schützendes Dach. Spielende Kinder entdeckten bei der Eröffnungsfeier sofort die Karussell-Funktion der drei Segel. Multifunktionaler kann ein Kunstobjekt wohl kaum sein.

So lobte denn auch Renate Speil, Mitglied des Arbeitskreises Kultur: "Die Segel erfüllen die von uns geforderte Kommunikation zwischen Kunst, Landschaft und Mensch." Sechs Künstler hatten sich mit ihren Werken bei der Aktion "Kunst am Fluss" für den Standort Herzlake beteiligt. Bei der Auswahl waren auch die Bürger gefordert, zu entscheiden, welches Kunstwerk sie am liebsten für ihre Gemeinde hätten. Das Rennen in Herzlake machten schließlich die Hasesegel von Christian Lammers. Bis zum Ende des Sommers wollen alle am Projekt "Kunst am Fluss", einer von der Europäischen Union über das Programm "Leader plus" geförderten Maßnahme, beteiligten Kommunen ihre ausgewählten Skulpturen am Ufer der Hase aufstellen. Der Kunstweg entlang des Flusses führt von Bersenbrück bis nach Meppen. Der Arbeitskreis Kultur erstellt zurzeit eine Broschüre, die Kunst und Künstler entlang des Haseufers vorstellt.

Doch zieren das Herzlaker Haseufer ab sofort nicht nur die drei maritimblauen Segel, sondern es wurde auch ein kleines unscheinbares grünes Häuschen seiner Bestimmung übergeben, das bei so manchem Wanderer oder Radler für Erleichterung sorgen könnte, wie Herzlakes Bürgermeister Gerd Henkel es zum Ausdruck brachte.


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