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Die Norweger Boasson Hagen und Hushovd dominieren die sechste Tour-Etappe – Klöden bester Deutscher Bei Regen und Sturm unschlagbar

Von dpa

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Plauderstündchen der Topfahrer: Philippe Gilbert im Grünen und Thor Hushovd im Gelben Trikot. Foto: dapdPlauderstündchen der Topfahrer: Philippe Gilbert im Grünen und Thor Hushovd im Gelben Trikot. Foto: dapd

Lisieux. Bei Regen und Sturm waren zwei Norweger in ihrem Element. Ein heftiges Unwetter war gerade über das Normandie-Städtchen Lisieux heruntergegangen, als Edvald Boasson Hagen und Thor Hushovd das Podium nach der 6. Etappe der Tour de France bestiegen. Boasson Hagen feierte am Donnerstag seinen ersten Tageserfolg beim wichtigsten Radrennen der Welt und bescherte damit auch seiner britischen Mannschaft Sky im zweiten Jahr den Premierenerfolg. „Das ist ein großer Tag für Norwegen“, jubelte der 24-Jährige. Landsmann Hushovd verteidigte nach 226,5 Kilometern sein Gelbes Trikot zum vierten Mal – der Weltmeister wurde Etappendritter.

„Vor der Tour hatte ich mir diesen Tag für einen Etappensieg ausgesucht. Aber heute fehlte mir das gewisse Etwas“, sagte Hushovd nach dem längsten Abschnitt bei dieser Tour. „Trotzdem bin ich nicht enttäuscht. Ich fahre weiter in Gelb – das ist großartig.“

Leicht frustriert war dagegen HTC-Highroad-Teamchef Rolf Aldag, dessen Schützling Matthew Goss im Finish knapp auf den zweiten Platz verwiesen worden war. „Wir haben im Finale die ganze Arbeit gemacht, und Sky profitiert davon“, klagte Aldag. Lob kassierte der Australier Goss vom Teamkollegen Tony Martin. „Goss hat das hervorragend gemacht – wir müssen mit dem zweiten Platz zufrieden sein“, betonte Martin, der den Sprint auf dem ansteigenden Terrain erneut früh angezogen hatte und weiter starke Form zeigte. Als bester deutscher Profi im Gesamtklassement konnte Andreas Klöden, dessen RadioShack-Teamkollege Levi Leipheimer (USA) nach einem Sturz im Ziel 1:05 Minuten auf die Spitze verlor, seinen fünften Rang halten. Damit ist der deutsche Routinier in seiner Equipe im Ranking langsam an die Nummer eins gerückt, nachdem am Vortag der Slowene Janez Brajkovic nach einem Sturz verletzt aufgeben musste. Nach der Sturzetappe vom Vortag waren am Start in Dinan viele Fahrer gezeichnet. Bandagen an Armen und Beinen schienen fast zum guten Ton zu gehören. Ex-Weltmeister Tom Boonen trat trotz einer leichten Gehirnerschütterung zur 6. Etappe an, Tour-Topfavorit Alberto Contador litt an Schürfwunden an Arm und Schulter. Trotzdem betrug die Ausfallquote am sechsten Tour-Tag erst vier Fahrer. 194 der 198 am Samstag gestarteten Profis standen am Donnerstag am Start. Einen bitteren Tag erlebte André Greipel. Der gebürtige Rostocker aus dem belgischen Omega-Team verlor 12:26 Minuten, kann aber wieder hoffen. Sein Teamkollege und Träger des Grünen Trikots, Philippe Gilbert, kündigte bereits an: „Auf der 7. Etappe stelle ich mich in seinen Dienst.“


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