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Heidfeld und Lotus-Renault wollen Ferrari attackieren – Kein Selbstdarsteller Das Stehaufmännchen der Formel 1

Von dpa

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Gefragt: N. Heidfeld. Foto: dpaGefragt: N. Heidfeld. Foto: dpa

Schanghai. Seinen Kritikern hat es Nick Heidfeld schon gezeigt, nun soll die namhafteste Formel-1-Konkurrenz aus Italien dran glauben. „Das ist natürlich ein tolles Ziel und eine tolle Motivation, wenn man gegen Ferrari kämpft“, sagte Heidfeld in Schanghai. „Das werden wir natürlich jetzt versuchen“, kündigte der 33 Jahre alte Lotus-Renault-Aushilfspilot an.

Donnerstag, Shanghai International Circuit vor dem Motorhome seines Rennstalls: Die Kamerateams drängeln sich, Heidfeld ist kaum zu sehen. Der 1,67 Meter große Mönchengladbacher ist vier Tage nach seinem dritten Platz in Malaysia und damit der Rückkehr auf ein Formel-1-Podest nach zwei Jahren dennoch wieder voll im Blickpunkt. „Es war sehr schön“, sagte Heidfeld zu der Tatsache, dass er viel Zuspruch nach seinem dritten Rang in Sepang bekommen hatte.

„Es ist schon eine gewisse Genugtuung“, ergänzte Heidfeld, der schon oft abgeschrieben wurde und doch immer wieder zurückkehrte. Trotzdem sei die Genugtuung aber nichts, „was man in den Momenten, in denen man mit dem Team arbeitet oder im Auto sitzt, an sich ranlassen darf, weil das kontraproduktiv ist“.

Heidfeld ist ohnehin kein Typ, der solche inneren Triumphe zur Schau stellt. Heidfeld ist kein Selbstdarsteller. Und so fügte er auch hinzu, dass es für ihn noch wichtiger gewesen sei, das schwache Auftaktrennen in Australien mit Platz zwölf vergessen zu machen – zumal Teamkollege Witali Petrow schon dort mit dem dritten Rang das Potenzial des Lotus-Renault angedeutet hatte.

Mit dem schwarzen Rennwagen will Heidfeld nun die „Rote Göttin“ angreifen. Zwar lag sowohl in Melbourne als auch Sepang jeweils ein Lotus-Renault-Pilot vor dem besten Ferrari-Fahrer. In der Konstrukteurswertung hat die Scuderia als Dritter mit 36 Punkten sechs Zähler mehr eingefahren. „Wenn man auf die Punkte guckt, sind wir leider vierte Kraft“, stellte Heidfeld fest.

Übrigens: Auf seinen ersten Sieg wartet der Wahlschweizer seit mittlerweile 174 Rennen. Immerhin hält er aber auch einen Rekord: Kein Fahrer, der ohne Sieg ist, holte in seiner Karriere mehr Punkte (240).


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