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Bad Iburger Parteien bereiten sich vor Vor der Wahl: Die Spaltung ist vergessen

Von Heinz Schliehe

Bad Iburg. Am 11. September werden wieder die Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Auch wenn erst sechs Wochen vorher die Kandidatenlisten in den Rathäusern abgegeben werden müssen, exakt am 25. Juli um 18 Uhr, sind die Vorbereitungen hinter den Kulissen bereits in vollem Gange. Denn nicht immer ist es heutzutage einfach, eine ausreichende Zahl an Kandidaten zu gewinnen.

Die CDU in Bad Iburg strebt rund zwei Dutzend Kandidaten an. Dabei müssen nicht alle Mitglied der Partei sein. Denn auch die Gemeinschaft für Bad Iburg (GfB), die sich 2003 von der CDU abgespalten und im Februar 2005 eine eigenständige Wählergemeinschaft gegründet hatte, wird im September wieder unter dem Dach der CDU antreten. Das hatten beide Ratsfraktionen bereits Anfang Oktober 2009 bekannt gegeben. Doch schon jetzt gibt es Zusagen von derzeitigen Ratsmitgliedern für die Kandidatenliste, und auch von Neulingen, die sich für die Ratsarbeit interessieren. Aber erst im Juni soll in einer Mitgliederversammlung die Kandidatenfrage für die Kommunalwahl entschieden werden, äußerte sich CDU-Fraktionsvorsitzender Ludwig Fischer. Zuvor werden im März noch die CDU-Mitglieder über die Iburger Kandidaten für den Kreistag entscheiden, der ebenfalls bei der Kommunalwahl neu aufgestellt wird. Spätestens im April werde dazu beim Kreisparteitag die endgültige Entscheidung fallen.

Sieben bis acht Kandidaten hat die Iburger SPD bereits heute, alte und neue, wie Fraktionschef Hans-Josef Geesen verrät. „Doch wir brauchen ein Dutzend.“ Im März oder April soll frühestens die Nominierung durch die Mitglieder der SPD erfolgen, sodass die offizielle Ernennung noch vor den Sommerferien erfolgen kann.

Erst im Frühjahr sieht der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Roland Mohrmann, die Entscheidung über die Kandidatenfrage. Dabei sei es auch noch offen, ob er wieder aufgestellt werde.

Bei der FDP steht auch in Bad Iburg derzeit die für den 14. Januar anberaumte Fusion der Südkreis-Ortsverbände im Vordergrund. Dadurch erhofft sich die FDP eine höhere Schlagkraft auch im kommenden Wahlkampf, betonte Matthias SeesternPauly, Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Ortsvorsitzender. Vor allem, dass dann alle Bäder des Südkreises in einem Ortsverband sind, hält Seestern-Pauly, der auch wieder kandidieren will, für glücklich. Mindestens zehn Kandidaten für die Wahl im September ist das Ziel. Die Nominierung aller Kandidaten ist für eine Mitgliederversammlung im März/April anvisiert. Einige stehen aber auch jetzt schon fest, meinte Seestern-Pauly.