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Biber am Dümmer

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Kleine Sensation am Dümmer: Der Biber ist an Norddeutschlands zweitgrößten Binnensee zurückgekehrt. Aber wie ist das möglich? Experten rätseln.

„Die Herkunft ist derzeit unklar, eine natürliche Zuwanderung erscheint jedoch unwahrscheinlich“, teilen die Vertreter der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer (NUVD) mit. An verschiedenen Stellen am Dümmer seien Biber gesichtet worden. Ein Jungbiber ist auf der B 51 von einem Auto überfahren worden.

Der Biber ist in der Dümmer-Region nicht fremd. Er war schon in Urzeiten hier zu Hause. Prof. Dr. Rüdiger Schröpfer von der Universität Osnabrück sagt: „Am Dümmer müsste an sich ein starkes Bibergefühl sein!“ Schröpfer referierte im Februar dieses Jahres auf Einladung die Interessengemeinschaft Dümmer See in Lembruch über „Biber in der Kulturlandschaft – Biber auch am Dümmer?“. Schröpfers Kernaussage: Nirgendwo sind in einer eiszeitlichen neolithischen Grabung so viele Biberreste gefunden worden wie in Hüde I. „Das heißt, vor 6000 Jahren hat es hier eine dichte Überpopulation gegeben.“ Der Biber sei nachweislich in der Dümmerniederung „von historischer Bedeutung“ und ein Charaktertier der Moorniederung gewesen.

Wolfram van Lessen vom Landkreis Diepholz sieht jedoch einen Konflikt zwischen dem Gewässereigentümer und dem Naturschutz: „Die Wasserwirtschaft lehnt eine Ansiedlung durchweg ab.“ Er forderte mehr Untersuchungen, „bevor wir das Risiko für den Dümmerdeich eingehen“.


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