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Sanierung von fünf Schleusen kann anlaufen

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Saniert werden in Quakenbrück die dreiteilige Schleuse am Freibad, die Staubauwerke an der Kleinen Mühle bei Franz Möller und an der Großen Mühle sowie in Menslage die Wehranlagen am Bühnenbach und am linksseitigen Grundabzug. Alle Bauwerke sind als landschaftsprägend anerkannt worden. An der Kleinen Mühle in Quakenbrück wird zudem ein Fischpass eingerichtet. Der Wasserverband Bersenbrück installiert eine Turbine zur Stromerzeugung. Der Besitzer der Großen Mühle plant die Schaffung eines Wasserrades.

Wie Verbandsvorsteher Werner Börger an der dreiteiligen Schleuse in Quakenbrück ausführte, sind alle Aufträge an Unternehmen der Region vergeben worden. Dankesworte richtete er an den ehemaligen Samtgemeindedirektor August Averbeck, der sich seinerzeit sehr entscheidungsfreudig gezeigt habe, als sich die günstige Finanzierungsmöglichkeit eröffnete.

"Der Bewilligungsbescheid für die avisierten "Pro Land"-Mittel ist unterwegs", berichtete Jutta Blome vom Amt für Agrarstruktur. Nach dem oldenburgisch-preußischen Staatsvertrag von 1903 müssen die durch die Stadt Quakenbrück führenden Hasearme über die Backsteinschleuse am Bootshaus zehn Kubikmeter Wasser pro Sekunde abnehmen. Auf diesen Vertrag bezieht sich noch heute die Hasewasseracht, die möglichst wenig Wasser durch die Große Hase und damit über den "Überfall" abgeleitet sehen möchte. Werner Börger deutete nach Kontakten mit der Hasewasseracht an, dass jetzt anstatt zehn nur noch dreieinhalb Kubikmeter im Gespräch seien. Er riet dazu, nicht von Kubikmeter, sondern eher von Wasserhöhen zu sprechen, die die Böschungen im Stadtgebiet vertragen können.

Die ursprüngliche Funktion der dreiteiligen Schleuse am Quakenbrücker Freibad bestand darin, die Große und die Kleine Mühle mit Wasser zu versorgen. Jetzt werde durch sie im wesentlichen Wasser in Richtung Menslage abgeleitet. Nach der Sanierung besteht über diese Schleuse die Möglichkeit, eine gewisse Regulierung des Wasserstandes in den Hasearmen im Stadtgebiet zu erreichen. Das begrüßte auch Samtgemeindebürgermeister Scholz, der die Hasearme in der Stadt als ortsbildprägend einstufte und sich dafür aussprach, sie noch stärker in den Blickpunkt zu rücken.

"Mit regenerativer Energie kennen wir uns aus," verdeutliche Jan-Erik Schaffert vom Wasserverband Bersenbrück. Deswegen habe man vor, an der kleinen Mühle eine beispielhafte Wasserkraftanlage mit einer Turbine zu schaffen. Das sei angesichts der kontinuierlich anfallenden Wassermengen realistisch. Die alte Turbine beabsichtigt der Wasserverband zu überholen und als Anschauungsobjekt zu präsentieren. Die neue Turbine des Wasserkraftwerkes soll gegen Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

Die in der Unterhaltungspflicht des Landes Niedersachsen stehende Backsteinschleuse am Bootshaus kann auch in Kürze saniert werden, berichtete Werner Börger. Im gleichen Arbeitsgang wird der seit langem im Gespräch befindliche Fischpass geschaffen. Seine Realisierung hatte sich wegen schwieriger Grundstücksverhandlungen verzögert.


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