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Kindergarten Grüner Brink braucht noch viel Geld

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Starthilfe vom Handwerk: Waldemar Wilke, René Holtze, Sigrid Noffz, Marion Pehling, Axel Melke, Annelie Brüning und Claudia Kohlenbach-Rewwer ( von links) freuen sich mit den Kindergarten-Kindern.Starthilfe vom Handwerk: Waldemar Wilke, René Holtze, Sigrid Noffz, Marion Pehling, Axel Melke, Annelie Brüning und Claudia Kohlenbach-Rewwer ( von links) freuen sich mit den Kindergarten-Kindern.

Der Kindergarten Grüner Brink braucht Geld, viel Geld. Bei rund 300000 Euro liegt zurzeit noch die Finanzierungslücke für die Sanierung des maroden Sechzigerjahre-Gebäudes. Jetzt müssen massiv Spenden eingeworben werden, jeder Euro wird gebraucht.

Den Anfang machten jetzt René Holtze von der Tischlerei Holtze, Fliesenleger Waldemar Wilke und Axel Melke vom Haustechnikbetrieb Kalz und Melke, die am Freitagmorgen einen Scheck über 500 Euro überreichten, der allerdings auf die Kindergärten im Kirchenkreis verteilt wird. Am Tag des Tischlerhandwerks hatte die Tischlerei Holtze ihre Türen geöffnet und zusammen mit den beiden anderen Betrieben den Besuchern einen interessanten Einblick in die Leistungen des Handwerks geboten. Dabei wurden gespendete Kuchen serviert, Kaffee ausgeschenkt. Für die Liebhaber herzhafter Genüsse stand eine Gulaschkanone parat.

Marion Pehling vom Kirchenvorstand der St.-Johannis-Gemeinde lobte die Initiative auch stellvertretend für den Kirchenkreis. '"'Eine tolle Idee'"' meinte Pehling, die seinerzeit mit zu den ersten Kindern gehörte, die vor über 30 Jahren am Grünen Brink betreut wurden.

Inzwischen hat sich in der Gemeinde ein Arbeitskreis gegründet, der sich die Einwerbung von Spenden und die Planung verschiedener Aktionen zur Aufgabe gemacht hat. Annelie Brüning hatte bei der Spendenübergabe ein Modell des sanierten Kindergartens mitgebracht, das jetzt im Café Vielfalt am Markt aufgestellt wird, und dort, so hoffen die Arbeitskreismitglieder, möglichst schnell bis zum Rand mit Münzen und Scheinen befüllt werden soll. Auch bei Spielwaren Twenhäfel wird eine fantasievoll gestaltete Spendenbox stehen.

In den kommenden Tagen werden außerdem Spendenbriefe verschickt, in denen Firmen und Privatpersonen gebeten werden, sich für die Renovierung des Kindergartens finanziell zu engagieren. Für fünf Euro kann ein Quadratmeter Wand gestrichen werden, zehn Euro kostet ein halber Quadratmeter Dacheindeckung, 30 Euro ein halber Meter Treppenlauf, heißt es in dem Brief weiter, der auch auf Türkisch und Russisch verschickt wird. Außerdem ist bereits ein Stand auf dem Gartenstadtfest geplant.

Kindergartenleiterin Sigrid Noffz weiß, dass die Zeit drängt. Ein Drittel der Kosten von rund 900000 Euro werden durch die Kirchengemeinde und schon vorhandene Spenden abgedeckt. Die Übernahme eines weiteren Drittels durch die Stadt Bramsche ist allerdings nur dann gesichert, wenn die Finanzlücke bis zum Herbst geschlossen werden kann.


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