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Offenbar Brandstiftung bei Ministerin

Von dpa

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Ahlhorn. Nach Vorwürfen der Tierquälerei in Putenmast-Betrieben ist in der Brüterei der Familie von Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) in Ahlhorn im Kreis Oldenburg ein Feuer ausgebrochen. Ein privater Wachmann wurde leicht verletzt, als in der Nacht zum Samstag eine Papier-Mülltonne nahe eines Stalls brannte. „Im Moment gehen wir davon aus, dass sie in Brand gesetzt wurde“, sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst waren die Beamten davon ausgegangen, dass niemand verletzt wurde. Erst am Sonntagmittag erfuhren sie nach eigenen Angaben, dass der Wachmann beim Löschen des Brandes leichte Verletzungen erlitten hatte. Der Mann hatte zunächst Rauch bemerkt, der aus der Tonne kam. Als er diese öffnete, entwickelte sich eine Stichflamme. Er griff zum Feuerlöscher. Dabei geriet nach ersten Ermittlungen Löschpulver in die Atemwege des Wachmanns. Ein Arzt musste ihn später behandeln. Es entstand kein Sachschaden.

Bislang konnte die Polizei keinen Verdächtigen fassen. „Wir haben noch keine konkreten Täterhinweise“, sagte gestern eine Polizeisprecherin. Derzeit werde geprüft, ob die Tat in einem Zusammenhang mit der heftigen Auseinandersetzung um die Mastputen-Brüterei des Ehemannes der Ministerin stehe. Die Mülltonne wurde beschlagnahmt. Es werde nun ermittelt, wie das Papier genau in Brand geriet. Der niedersächsische CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler erklärte, er sei erschüttert über diesen „Brandanschlag“.


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