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"Außergewöhnlich um den Landkreis verdient gemacht"

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"Ehre kann man sich nicht borgen, für Ehre muss man selber sorgen", sagt ein altes Sprichwort, dessen sich am gestrigen Abend im Kreishaus Landrat Hermann Bröring bediente. Der Grund: Bröring zeichnete Willy Wolf und Hans Gerd Strube gestern Abend mit der Emsland-Medaille aus. Für Wolf, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, nahm Tochter Marianne Bowe die Auszeichnung entgegen.

Vor den Mitgliedern des Kreistags sowie Frauen und Männern, die bereits mit der höchsten Auszeichnung im Emsland geehrt wurden, würdigte der Landrat den SPD-Politiker Wolf und Christdemokraten Strube als zwei Männer, die sich in einem außergewöhnlichen Maß um den Landkreis und seine Einwohner verdient gemacht hätten.

Für beide Würdenträger gelte, dass sie "als Männer der ersten Stunde" im Landkreis Emsland nach der Kreisreform 1977 maßgeblich den reibungslosen Start des neuen Großkreises ermöglicht haben. Bröring: "Dafür haben beide ihre Parteiinteressen zurückgestellt und die Entwicklung des Emslandes zur alleinigen Richtschnur ihres Handelns gemacht."

In Bezug auf Willy Wolf heiße das, dass er für die SPD im Emsland ein ganz wichtiger Eckpfeiler gewesen sei. Bröring: "Als Ortsvereinsvorsitzender, Kreisvorsitzender und Mitglied im Bezirksvorstand war Wolf einer der maßgeblichen Wegbereiter dafür, dass die Sozialdemokratie im Emsland ein tragfähiges Fundament und die Politik der SPD mit Willy Wolf durch seine persönliche Ausstrahlung auch ein Gesicht bekam." Für diese Tätigkeiten sei Wolf bereits mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet worden. Daneben habe der Sozialdemokrat von 1961 bis 1976 als erster SPD-Abgeordneter das Emsland im Deutschen Bundestag vertreten.

Dabei habe sich immer ausgezahlt, dass der Geehrte die Politik in all ihren Facetten auf allen Ebenen kannte. "Immer stand die konstruktive Mitarbeit im Vordergrund seines Handelns. Das Wort von Willy Wolf hatte dauerhaften Wert, auf ihn konnte man sich verlassen", würdigte der Landrat die Arbeit des Sozialdemokraten.

Dass der Landkreis aus drei Altkreisen entstehen konnte, sei eine der großen Leistungen von Hans-Gerd Strube gewesen, lobte Bröring den ausgezeichneten Christdemokraten. Daneben habe sich Strube auch im Bundestag einen Namen gemacht, wo er unter anderem im Haushaltsausschuss als Berichterstatter für die Bereiche Arbeit und Soziales tätig gewesen sei. Blüm habe einmal gesagt: "Ein Finanzpolitiker mit großem Fingerspitzengefühl und Verantwortung für den menschlichen Sozialstaat."

In den letzten Jahrzehnten habe sich Strube immer in besonderer Weise für die Behinderten, Kranken, Pflegebedürftigen und Schwachen eingesetzt. Wichtige Bauprojekte seien damals im Emsland auf den Weg gebracht worden, von denen der Landkreis noch heute profitiere, lobte Bröring. Auch Strube wurde dafür mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.


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