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Kommentar: Ein (Teil-)Schuldeingeständnis?

Von Carsten van Bevern

Überall dort, wo Personen arbeiten, argumentieren, Entscheidungen treffen oder sich auch für eine gute Sache einsetzen, passieren Fehler. Das ist so, und das ist auch menschlich. Genauso normal müsste es in unserem Gemeinwesen aber sein, dass jeder zu seinen Fehlern steht – und ihm daraus im Gegenzug auch nicht gleich ein sprichwörtlicher Strick gedreht wird.

Bei der Verwirklichung der ersten Lingener Bürgersolaranlage sind sehr viele Fehler gemacht worden. Einige sind offensichtlich, und über diese sind schon viele Sätze geschrieben worden. Andere Fehler aber werden nie wirklich bewiesen werden können. Rauszufinden, wer was wann zugesagt, gemeint, angedeutet oder verstanden hat, ist eine müßige Angelegenheit.

Diesen – rechtlich sehr zweifelhaften – Zuschuss der Stadt an einen privaten Verein kann man als ein (Teil-)Schuldeingeständnis der Stadt werten. Er ist aber auf jeden Fall ein politisch motivierter Schlussstrich. Und der ist gut — Porzellan ist in diesem Fall genug zerschlagen worden.