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Haselünne trifft Heinrich Heine

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Das Gedicht wird in 27 Kunstbüchern präsentiert und durch Holzschnitte ergänzt: Bernhard Herbers (von links), Ulrich Vox, Gisela Vox-Düvell und Jürgen Thom. Foto: Frauke BacksDas Gedicht wird in 27 Kunstbüchern präsentiert und durch Holzschnitte ergänzt: Bernhard Herbers (von links), Ulrich Vox, Gisela Vox-Düvell und Jürgen Thom. Foto: Frauke Backs

Heinrich Heines Wintermärchen ist sicher den meisten Deutschen ein Begriff und seit der Feier zum 150. Todestag des Dichters vor zwei Jahren wieder in besonders lebendiger Erinnerung. Die Rathausgalerie Haselünne lädt jetzt in Verbindung mit der Heinrich-Heine-Gesellschaft in Düsseldorf dazu ein, den ironischen Romantiker und sein vielleicht bekanntestes Werk auf eine neue Art und Weise kennenzulernen.

Am 14. November startet um 18 Uhr die Ausstellung des Künstlerpaares Ulrich Vox und Gisela Vox-Düvell, „Heinrich Heine – vis-à-vis“, in der alten Klosterkirche in Haselünne.

Das Wintermärchen und seine 27 Kapitel, Caput genannt, bestehen aus unterschiedlich langen Strophen. Gisela Vox-Düvell präsentiert diese Kapitel in 27 Künstlerbüchern gleichen Formats, die auf niedrigen Stelen aufgeblättert liegen und durch eine Punktbeleuchtung von 27 Strahlern ins rechte Licht gerückt werden. Bernhard Herbers von der Stadt Haselünne, der die Ausstellung betreut, berichtet: „Das ist, besonders durch die Lichtgestaltung, eine besondere Ausstellung für uns und erheblich aufwendiger als sonst.“

Die Künstlerin hat jeweils zwei Strophen des bekannten Gedichts auf der linken Seite der schwarzen Bücher platziert, während das Wort durch Malerei, Zeichnungen und Collagen auf der rechten Seite kommentiert wird. Ulrich Vox ergänzt die Ausstellung durch Holzschnitt-Folgen, zu denen er durch Heines Gedicht „Ich liebe das Meer wie meine Seele ...“ inspiriert wurde, so dass sich vor allem die Themenbereiche Wasser und Meer darin widerspiegeln. „Man kann in dieser Präsentation Heines Reise von Aachen bis nach Hamburg nachgehen, es ist wie ein Spaziergang durch Deutschland. Es ist außerdem ein Blick in die Vergangenheit“, erläutert Ulrich Vox das Konzept.

Dass die alte Klosterkirche eine ideale Örtlichkeit für eine solche Heine-Ausstellung sei, hätten er und seine Frau auf den ersten Blick gewusst, so Vox. Er hat deshalb für den Eingang noch ein Heine-Denkmal angefertigt.

Gisela Vox-Düvell schloss ihr Studium der Freien Malerei an der HFG Bremen ab und gestaltet seit 1968 Ausstellungen unter anderem in Großbritannien, den USA oder Frankreich.

Ulrich Vox, der nach einem Kunst- und Kunsterziehungsstudium in Vechta, Göttingen und Freiburg sein Handwerk an der Hochschule für Kunst und Musik in Bremen lernte, hat seit 1981 ebenfalls Ausstellungen im In- und Ausland bestritten. Das Künstlerpaar ist vielen Haselünnern noch durch eine erfolgreiche Präsentation in der Rathausgalerie im Jahr 1996 bekannt.


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