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Niedersachsenpark an der A 1 nur auf der "Reservebank"

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Auf Hannover setzen die Macher des "Niedersachsenparks" an der Autobahn A1 zwischen Rieste und Neuenkirchen-Vörden. Landwirtschaftsminister Uwe Bartels (SPD) soll behilflich sein, Millionen für Erschließung und den Bau einer Verbindungsstraße durch das insgesamt 400 Hektar große Gewerbegebiet aufzutreiben.

In einer Konferenz im Bersenbrücker Rathaus stellte Michael Lübbersmann dem Minister das Projekt vor, an dem neben den Landkreisen Osnabrück und Vechta die Kommunen Neuenkirchen-Vörden, Damme, Rieste und die Samtgemeinde Bersenbrück beteiligt sind. Übergreifend große Reserveflächen für Gewerbeansiedlungen in einer strukturschwachen Region zu schaffen, ist das Ziel der Kooperation. Die ersten Grundstücke will die Projektgesellschaft möglichst bald europaweit anbieten. Für die Erschließung, so Samtgemeindebürgermeister Lübbersmann, sei eine Verbindungsstraße zwischen dem Riester Damm und der Landesstraße 76 notwendig. Diese Straße könne zugleich den Vördener Ortskern vom Verkehr entlasten und die Verkehrsströme von und zum Alfsee regulieren helfen. Kosten soll die erste Ausbaustufe 2,9 Millionen Euro. Dabei hofft man auf eine großzügige Förderung mit GVFG-Mitteln des Landes. Auch bei den Erschließungskosten solle Hannover der Region unter die Arme greifen, weil sonst die Gewerbegrundstücke nicht zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden könnten.

Die Verkehrsader A1, später vielleicht auch Bahn und Mittelandkanal zum Motor der wirtschaftlichen Entwicklung zu machen, diese Idee gefiel Uwe Bartels ausnehmend gut. Er verwies auch darauf, dass sein Ministerium das Projekt bereits mit einer Flurneuordnung und staatlichen Flächen unterstützt. Doch verwies der Landwirtschaftsminister auch gleich auf zwei konkurrierende Großgewerbegebiete. Im Landkreis Cloppenburg und im Landkreis Vechta verfolgen die Kommunen Steinfeld und Holdorf ähnliche Strategien.

Harte Konkurrenz auf engstem Raum. Zugleich seien die Mittel des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums für derlei Zwecke derzeit gebunden. Weil aber auch dort der Niedersachsenpark positiv beurteilt wird, sitze der "auf der Reservebank".

Auch im Landkreis Vechta brauche man das große Gewerbegebiet, viele Kommunen stießen an die Grenzen ihrer gewerblichen Entwicklung. Davon gelte es, die "Kirchtumspolitiker" zu überzeugen, sagte der erste Kreisrat Herbert Winkel. "Wir wollen die Unternehmen davon überzeugen, dass dieser Standort der einzig richtige für sie ist", zeigte sich Georg Harcke von der Projektgesellschaft optimistisch. "Entweder jetzt oder gar nicht", drängte auch der CDU-Abgeordnete Reinhold Coenen aus Ankum auf einen möglichst schnellen Baubeginn.


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