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Bentec-Bohranlagen erschließen neue Erdölquellen in Westsibirien

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Hektische Betriebsamkeit statt vorweihnachtlicher Besinnlichkeit herrscht in diesen Tagen auf dem Firmengelände der Bentec Drilling & Oilfield Systems in Bad Bentheim. Während eine Crew eine Landbohranlage vom Typ HR 5000 demontiert und versandfertig macht, baut ein anderes Team die Anlage des gleichen Typs in Sichtweite auf, um sie so einem Probelauf zu unterziehen.

Die HR 5000 wurde von Bentec-Ingenieuren und -Technikern völlig neu konzipiert; zudem sind Erfahrungen bewährter russischer Technologien eingeflossen. Immerhin ist die Anlage für Minustemperaturen von bis zu 45 oC ausgelegt.

Die jetzt auf dem Betriebsgelände demontierte Anlage wird in den nächsten Tagen per Lkw nach Nordenham gebracht, dort auf ein Schiff mit Zielhafen St. Petersburg verladen, um anschließend per Bahn zum Bohrort in Westsibirien transportiert zu werden. Die Reise wird zirka sechs Wochen dauern.

Die zweite Anlage soll nach Auskunft von Bentec-Geschäftsführer Dr. Uwe Singer und Projektleiter Wolf-Dieter Hofmann Mitte Februar auf den Weg gebracht werden, um in Westsibirien neue Erdölfelder zu erschließen.

In Vorbereitung sind zurzeit drei weitere Bohranlagen HR 5000, die im Jahr 2006 ausgeliefert werden; eine sechste Anlage soll im Jahr 2007 gebaut werden.

"Somit hat sich unser neues Konzept, Bohranlagen als Kleinserien zu fertigen, bewährt", weist Dr. Singer in einem Pressegespräch auf eine zufrieden stellende Situation des Unternehmens hin. Die bereits unterschriebenen Verträge sorgen für eine etwa 50-prozentige Auslastung für das Jahr 2006.

Davon profitieren diverse mittelständische Unternehmen in der Region. Immerhin werden rund zehn Prozent des Auftragsvolumens an Betriebe in der Grafschaft vergeben.

Zum Jahresende 2005 zieht Singer eine positive Bilanz. Die Bentec werde einen Umsatz von 85 Millionen Euro erzielen. Für das Jahr 2006 seien 100 Millionen Euro als Ziel geplant. 60 bis 70 Prozent der Aufträge entfallen auf Bohrprojekte in Russland. Übrigens: Im Jahr 2001 erreichte das Bentheimer Unternehmen 27 Millionen Euro Gesamtumsatz.

"Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, dass wir die richtigen Produkte entwickelt haben, die bei den Kunden gut ankommen", erläutert der Geschäftsführer. Mehr und mehr würden eigene Entwicklungen realisiert, um so autonom zu werden. Dazu zählte Singer neben der gesamten Elektronik beispielhaft auch den Mast und das Unterwerk.

Bentec beschäftigt nach Auskunft der Geschäftsleitung 270 Mitarbeiter. Insbesondere für die Fertigung der elektronischen Komponenten werden zehn weitere Facharbeiter gesucht.


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